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Projekt nachhaltig leben

Tag: vegan unterwegs / Urlaub (page 1 of 3)

Vegan im Bayerischen Wald

Während ich bei unserer Reise nach Breslau sehr positiv überrascht worden bin, hat mich unser Urlaub im Bayerischen Wald, zumindest was die veganen Essensmöglichkeiten anging, sehr enttäuscht. Natürlich waren wir nicht in der kompletten Region Bayerischer Wald unterwegs, aber an den Orten, an denen wir gewesen sind, hat sich die Essensfrage durchaus als problematisch gestaltet. Zum Glück hatten wir eine Ferienwohnung und konnten größtenteils auf Selbstversorgung zurückgreifen. Trotzdem habe ich, da wir meistens bei unseren Ausflügen in Deutschland bisher Glück gehabt haben, nicht wirklich damit gerechnet, in eine Region zu kommen, in der vegan noch nicht angekommen ist bzw. sogar teilweise recht skeptisch beäugt wird – gerade von den Gastronomen, aber auch von der Bevölkerung, die vegane Angebote nicht ausprobiert. Gerne wollte ich Euch das Restaurant Utaty in Bayerisch Eisenstein empfehlen – aber wir waren am vorletzten Abend dort, am nächsten Tag hat das Restaurant auf Grund mangelnder Gäste geschlossen. Daher habe ich auch kein Interview mit der Gastwirtin mehr bekommen und es tat weh, sich mit einer sehr guten und engagierten Gastwirtin zu unterhalten, die vor der Schließung ihres Restaurants steht. In Passau hätten wir gerne das Bio-Wirtshaus Zum Fliegerbauer ausprobiert, das leider geschlossen hatte.

Empfehlen kann ich die Schmugglerhütte in Bayerisch Eisenstein, die sich tatsächlich sehr viel Mühe gegeben haben, uns was veganes zu kochen. Auch im Schwellhäusl war es im Gegensatz zu anderen Berghütten kein Problem, eine vegane Kleinigkeit zu bekommen. Ein Butterbrot ohne Butter hat richtig gut geschmeckt dort.

Gut gegangen ist es uns auf der tschechischen Seite, in Cesky Krumlov. Böhmische Spezialitäten – das war ein kulinarisch interessanter Ausflug. Wir haben im U dwau Maryi gegessen, das Laibon hatte leider geschlossen. Auch sonst kann ich einen Tagesausflug in diese pittoreske Stadt nur empfehlen – die Innenstadt ist übrigens auch UNESCO-Weltkulturerbe. Krumau an der Moldau wird auch die “Perle des Böhmerwaldes” genannt.

Grundsätzlich ist es aber im Bayerischen Wald sehr schön. Die Wanderwege sind sehr gut ausgeschildert und im Winter gibt es auch spezielle Winterwanderwege. Lasst Euch also von meinem Bericht nicht abschrecken, nehmt Euch im Idealfall auch eine Ferienwohung, packt Euch genug zu Essen ein und los geht’s! In den größeren Städten gibt es dann auch Supermärkte, um die Verpflegung wieder aufzustocken. In den kleinen Ortschaften sollte man aber nicht damit rechnen, vegane Produkte zu bekommen.

 

Vegan in Breslau / Wroclaw

Vegan in Polen – das wird schwierig. Irrtum kann ich da nur sagen, denn in Breslau war das absolut kein Problem. Ganz im Gegenteil, direkt im Stadtzentrum gibt es das älteste vegane Restaurant der Stadt. Aber von Anfang…

Nach Breslau sind wir mit dem Kulturzug gefahren. Letztes Jahr war die Stadt Kulturhauptstadt Europas und daher fährt wochenends von Berlin-Lichtenberg, also direkt vor unserer Haustür, der Kulturzug der Deutschen Bahn ab. Ein günstiges Angebot aber auch wahnsinnig nett, denn im Zug gibt es eine Bibliothek, ein Quiz und unterschiedliche kulturelle Angebote. Auf unserer Tour gab es zum Beispiel eine Tarotkartensitzung zum Thema Staub. Zugfahren war noch nie so kurzweilig wie auf dieser Tour! Da das Angebot so gut angenommen wird, fährt der Kulturzug noch bis Ende 2018. Eine Strecke kostet 19 Euro.

 

Gewohnt haben wir auch recht günstig in einer Ferienwohnung direkt am Marktplatz. Zentraler geht es nicht und wir haben uns im Supermarkt fürs Frühstück eingedeckt.

 

Kochen mussten wir durch die vielen Essensmöglichkeiten nicht. Das Essen war günstig und unglaublich lecker. Für zwei Hauptgänge, Vorspeise und Getränke haben wir meistens nur 15 Euro bezahlt.

Unsere Favoriten:

Das Vega, direkt am Marktplatz und nur wenige Schritte von unserer Ferienwohnung entfernt. Ich hatte gelesen, dass das Essen fad schmecken würde und die Portionen klein wären. Letzteres mag bedingt zutreffen, aber fad hat es an keinem Tag geschmeckt. Aufgrund des Blogartikels, den ich vor unserer Abreise gelesen hatte, haben wir am ersten Tag im zweiten Stock gegessen, wo es internationale Küche gibt. Das war auch lecker, aber viel spannender fand ich das Erdgeschoss – denn dort gibt es polnische Küche veganisiert. Ich kann Euch nur sagen – esst die Piroggen nicht so wie wir am letzten Tag! Esst sie täglich, mehrmals! 😉

Dann waren wir in der Pizzeria Piec na Szewskiej. Eine Empfehlung des besagten Blogs und es war sehr lecker und es gab gute Portionen. Dort waren wir zwei Mal zum Essen.

Dann haben wir durch Zufall noch das Alladyn entdeckt, das Essen dort war auch sehr gut und die Portionen reichlich.

Was hat mir an der Stadt gefallen? Dass man zu Fuß überall hinlaufen kann und sich einfach durch diese wunderschöne Stadt treiben lässt. Die Zwerge, die einem überall in der Stadt begegnen. Oder aber das Denkmal zu Ehren der geschlachteten Tiere – so ein Denkmal habe ich bisher sonst noch nirgendwo gesehen. Breslau ist eine Studentenstadt und wirkt sehr jung und aufgeschlossen. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und kann die Stadt für einen Kurztrip sehr empfehlen.

Vegan in Flandern und Brüssel

Wir haben eine kleine Rundtour durch das schöne Belgien gemacht – Gent, Brügge und Brüssel waren unsere Ziele. Ein Tipp vorweg: Achtung, im Land der Pommes wird gerne mit Rinder- und Schweinefett frittiert, daher vorher immer fragen.

Pommes

Gent

In Gent haben wir im  Vakantielogies Faja lobi in der Vlanderenstraat übernachtet, dort haben wir uns auch sehr wohl gefühlt. Zum Frühstück gab es unter anderem auch Sojajoghurt und aus der Küche gab es eine Avocado geschenkt als Brotaufstrich. War für mich eine super Lösung. Außerdem liegt das Hotel sehr zentral. Es gibt sogar ein veganes B&B in Gent, wir haben dort aber leider kein Zimmer mehr bekommen.

Gent bei Nacht

Gegessen haben wir in der Mosquitocoast (Hoogport 28), es gab Seitangeschnetzeltes mit Kroketten.

Seitan

Folgende weitere veganen Möglichkeiten gibt es in Gent:

Lekker GEC (K.M. Hendrikplein 6, nähe Hauptbahnhof)

Komkommertijd (Reep 14, Oost-Vlanderen/Vlanderenstraat; veganes Buffet. Bei uns haben die Zeiten leider nicht gepasst, ich hätte es gerne ausprobiert.)

Mie Vie (Serpentstraat 28)

Außerdem unzählige Italiener, bei denen man sein Glück versuchen kann. Wir haben auch einen direkt gegenüber vom Hotel gefunden.

Brügge

In Brügge gibt es mehrere vegane Essensmöglichkeiten, wir sind aber meistens zum Italiener gegangen, da es dort günstige Mittagsmenüs gab. Mit unseren belgischen Freunden haben wir uns aber im Réliva getroffen – etwas teurer, aber lecker.

Amuse Gueuele   Lasagne xxx

Ansonsten:

Royal Frituur (Langestraat 181A)

Passion for Food (Philipstockstraat 39, da gibt es Tajine)

Lotus (Waoenmakerstraat 5)

De Bron (Katelijnestraat 82)

De Plats (Wapenmakersstraat 5)

Pastis (Speelmansrei 8)

Marco Polo Noodles (Katelijnestraat 29, vegan möglich)

Hashtag Food (Oude Burg 30, vegan möglich)

Brasserie Forestiere (Academiestraat 11, vegan möglich)

Frühstück: Le Pain Quotidien

Brügge bei Nacht   Schwäne

Die Touristenmassen in Brügge sind extrem – wer mal etwas Ruhe braucht, kann auf der Drie Kastelenwandelroute ein paar Stunden abseits des Trubels finden. Der Wanderweg führt, wie der Name schon sagt, an drei Schlössern entlang. Eine Karte zu der Strecke gibt es im Fremdenverkehrsbüro käuflich zu erwerben.

DrieKastelen   DrieKastelen2

Burgruine Boyneburg im Werratal

Das eine oder andere unserer Videos ist in Hessen entstanden, in der Region rund um Eschwege. Auch dieses Video haben wir dort gedreht, genauer gesagt im Ringgau. Dort gibt es einen der zwanzig Premiumwanderwege der Region Werratal/Meißner.

Das Highlight des Premiumwegs 13 ist die sagenumwobene Boyneburg (513m üNN), eine denkmalgeschützte Ruine. Teilweise läuft man auf dem Elisabeth-Pilgerpfad (Eisenach-Marburg) der Heiligen Elisabeth. Da ich in Marburg studiert habe, finde ich sowohl die Wartburg, als auch die Boyneburg daher in Verbindung mit der Heiligen Elisabeth besonders interessant. Berühmt ist die Burg aber durch Kaiser Barbarossa, der von hier zu seinem letzten Kreuzzug aufbrach.

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Wer den Weg im Frühling läuft, trifft auf ein Meer von Märzenbechern, Leberblümchen und sogar Seidelbast haben wir entdeckt, wohl gemerkt aber zuerst gerochen. Diese Pflanze ist selten und zudem hoch giftig.

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Start und Ziel des 17 km langen Rundweges ist die Kulisse des Dorfteiches in Grandenborn, direkt daneben die Gaststätte und Hausschlachterei „Der Teichhof“. Das Teichhof-Team hat mich als Gast insofern überzeugt, als dass sie für uns spontan ein veganes 4-Gang-Ostermenü gezaubert haben und mittlerweile vegan auch regulär bei ihnen möglich ist (Voranmeldung erwünscht). Insofern ist es für den veganen Wanderer auch möglich, nach der Tour im Teichhof einzukehren.
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Vegan in Tucson, Arizona

In diesem Winter haben wir unseren Urlaub in Südkalifornien und Südarizona verbracht. Es gibt immer wieder Orte, in denen es vegane Essensmöglichkeiten gibt – natürlich in Los Angeles, Palm Springs, Sedona oder Tucson. Besonders gerne und oft sind wir ins Lovin’ Spoonfuls gegangen – zum Frühstück und dann nach einem ereignisreichen Tag auch zum Abendessen. Wir waren vier Tage und fünf Nächte in Tucson und haben (fast) die gesamte Zeit dort gegessen. Die Besitzerin, Sunny Anne Holliday, setzt sich sehr für den Tierschutz ein, hat ein eigenes Kochbuch geschrieben und das Lokal ist geschmückt mit Bildern lokaler Künstler, es gibt aber auch eine kleine Ecke mit Zeitungsartikeln über Sunny und ihre Tierschutzarbeit und über Lovin’ Spoonfuls. Wir haben uns bei ihr und ihrem Team sehr wohl gefühlt und richtig gut geschlemmt!

Ein paar Beispiele:

Frühstück

Pancakes, Rührei, French Toast

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Dinner

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Der Best-Seller: “Hähnchen” mit Kartoffelpüree

Super-leckere Mac’n Cheese, Buffalo Wings und Nuggets aus Blumenkohl

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Der Heidschnuckenweg

Der Heidschnuckenweg ist 2014 zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürt worden. Grund genug, diesen Weg endlich einmal in Angriff zu nehmen. Der 223 Kilometer lange Heidschnuckenweg führt in 14 Etappen von Hamburg-Fischbek über Buchholz i.d.Nordheide, Wilsede, Soltau und Müden (Örtze) bis nach Celle und  verbindet als Qualitäts-Wanderweg die schönsten Heidelandschaften der Lüneburger Heide miteinander. Insgesamt führt der Weg durch mehr als 30 große und kleine Heideflächen der Nord- und Südheide, durch eine der ältesten und ursprünglichsten Kulturlandschaften Deutschlands . Die schönste Wanderzeit für den Heidschnuckenweg ist zweifellos die Zeit der Heideblüte im August und September.

Heidekraut nah  Abendstimmung

Wir zeigen Euch in unserem kurzen Reisebericht zwei Touren. Die Etappe 2 von Buchholz in der Nordheide nach Handeloh ist der Abschnitt, der als bester Wanderweg prämiert wurde. Abwechslungsreich ist er, man kommt an wunderschönen Heideflächen vorbei, aber auch durch wunderschöne Waldabschnitte. Tierische Begleiter gab es unterwegs immer wieder, von den berühmten Heidschnucken über Vögel, Hunde, Katzen, Käfer, Bienen, Hummeln, jegliche Fluginsekten und Krabbelkäfer, Ameisen, Schnecken und sogar Kamele war alles dabei.

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Bei unserer zweiten Wanderung hat es uns in die Südheide in den Wacholderwald bei Schmarbeck und in die Oberoher Heide verschlagen. Die weitläufige Heidefläche mit ihren zahlreichen knorrigen Wacholdern gilt als größter und schönster Wacholderwald Norddeutschlands. Der botanische Name dieser Nadelgehölze lautet “Juniperus”. Davon abgeleitet sind Bezeichnungen für alkoholische Getränke wie Gin oder Genever, aber auch in Heideschnäpsen nutzt man die ätherischen Öle des Wacholders für das typische Aroma. Der Wacholder wurde 2002 zum Baum des Jahres gekürt. Als “Wach-Halter” und germanischer Totenbaum markierte er den Übergang zwischen Lebens- und Totenwelt. Bezeugt ist das durch das Märchen von der Germanenbraut, die ihren gefallenen Liebsten dadurch vom Tod errettete, dass sie vor jedem “Totenbaum” niederkniete bis es ihr mit dem Ausspruch “Wach auf Holder” gelang, ihn in die Lebenswelt zurückzuholen.

Lüneburger Heide 1  Lüneburger Heide nah

Ein großes Dankeschön gilt auch der Touristeninformation in Müden (Örtze). Die Dame wollte uns tatsächlich zum Ausgangspunkt unserer Wanderung fahren – und das in ihrer Freizeit! Generell waren die Menschen sehr freundlich und hilfsbereit. Eine nette Dame in Buchholz hat extra den Weg mit einem kleinen Schäfchen und einem H, dem Zeichen des Heidschnuckenwegs, markiert. Da die Wanderer den gut versteckten Trampelpfad, der an ihrem Haus vorbei führt, meistens übersehen. Hätten wir auch. Zum Glück hat sie im Garten gearbeitet und wir haben noch nett mit ihr geschnackt, bevor wir dann richtig mit Etappe 2 begonnen haben.

 

Heidschnuckenweg   Heidschnuckenweg 1

Übernachtet haben wir bei Familie Kröger in Handeloh. Auf dem Johmshof von 1758 haben wir uns sehr wohl gefühlt. Morgens hängt der Stoffbeutel mit frischen Brötchen bereits an der Ferienwohnungstür. Und Etappe 2 kann man vom Hof aus zu Fuß starten. Wir sind mit der Heidebahn erixx von Handeloh zum Startpunkt in Buchholz gefahren.

Hervorheben möchte ich auch den Gasthof Heidekrug – dort wurden für uns spontan leckere Bratkartoffeln, frische Pfifferlinge und Salat zubereitet. Auch wenn sie eigentlich auf Veganer gar nicht eingestellt sind. Sehr engagiert und freundlich – wieder einmal eine leckere und schöne Begegnung.

Auf dem Rückweg nach Berlin haben wir in Gifhorn zu Abend gegessen. Im La Fontana wurde auch spontan eine  vegane Essenslösung gefunden und ich habe selten erlebt, dass die Küche so großzügige  Pfifferlingsportionen rausrückt.

Italiener  Italiener (3)

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