Wir haben uns mit dem Spieleentwickler Kaspar Spanuth getroffen, der uns im Interview das Spielprinzip seines ersten veganen Brettspiels erklärt. Hier wird übrigens nicht mit erhobenem Finger gearbeitet, sondern das Spiel wurde von Kaspar so entwickelt, dass es in erster Linie um den Spielspaß geht – das Retten der einzelnen Tiere. Bei älteren Kindern ist es den Eltern daher freigestellt, ob sie thematisieren, was mit den Tieren passiert, die nicht gerettet werden können und warum sie überhaupt gerettet werden müssen beziehunsgweise von welchem Ort  – Massentierhaltung, Schlachthöfe, Tierversuchslabore, Zirkusse und Zoos werden vom Spielemacher bewusst nicht in Spiel gebracht. Ein Lebenshof für Tiere ist ein Kooperationsspiel, das heißt, man spielt gemeinsam gegen das Spiel und nicht gegen seine Mitspieler. Man muss an einem Strang ziehen und miteinander wichtige Entscheidungen treffen, um alle 24 Tiere zu retten und auf einem Lebenshof unterzubringen. Hört sich simpel an, ist es aber bei weitem nicht. Wir sind erfahrene Spieler und müssen sagen, dass dieses kleine Spiel es mächtig in sich hat. Nicht nur Würfelglück zählt, sondern auch Taktik – Fehler, die zu Anfang gemacht wurden, können am Ende nur schwer wieder korrigiert werden. Die Entscheidung zu treffen, ob man Tiere rettet, den Lebenshof vergrößert oder sich weitere Rettungschips besorgt, kann an manchen Stellen recht knifflig werden und darf nicht unterschätzt werden. Ich finde, das schaffen recht wenige Gesellschaftsspiele, die auf eine kurze Spieldauer von 30 Minuten ausgelegt und für Kinder geeignet sind. Ein tolles Gemeinschaftsspiel und eine schöne Geschenkidee.  Die kleine kompakte Verpackung sorgt dafür, dass man das Spiel auch gut auf Reisen oder zum Ausflug an den Badesee mitnehmen kann. Kaspar Spanuth hat dieses Spiel übrigens in Zeiten des Crowdfunding aus eigener Tasche finanziert und einen eigenen Verlag dafür gegründet. Auch das finden wir unterstützenswert. Daher erklärt sich auch der Preis von 22 Euro, da die erste Auflage in einer kleineren Stückzahl produziert wurde. Durch seine Komplexität lädt das Spiel zum mehrmaligen Spielen ein und wird sicherlich keine Leiche im Spieleschrank. Weitere Infos bekommt ihr direkt unter vegwiser Medien.

 

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