ve lové

Projekt nachhaltig leben

Category: Lifestyle (page 1 of 4)

Lesetipp: Einfach öko

Einfach öko, wenn das so einfach wäre! Dieses Buch verspricht mit 200 Tipps, die wirklich was bringen sollen, besseres leben und nachhaltiges wohnen. Direkt zum Einstieg macht das Buch schon klar, dass wir was ändern müssen, denn wenn es mit unserem Lebensstil so weitergeht (in allen Ländern), würden wir drei Planeten benötigen.

Eine Botschaft des Buchs: jeder Einzelne ist wichtig. Jeder, der etwas in seinem Verhalten ändert, zählt. Jeder Tipp bewirkt etwas. Aufgeteilt ist “Einfach öko” pro Kapitel in die Wohnbereiche des Hauses – Küche, Bad, Schlafzimmer etc., immer mit einer Einschätzung zu Aufwand und Wirkung. Es gibt viele Anstöße für Einsteiger, aber auch für Menschen, die sich schon ein wenig mit dem Thema beschäftigt haben. Auch ich habe aus dem Buch Ideen mitgenommen. Zum Schluss gibt es, wie so oft, weiterführende Links.

Schon der Einstieg macht mir mal wieder bewusst: eigentlich kann ich “ve lové Projekt nachhaltig leben” in “Projekt leben” umändern, denn ich fliege. Flugreisen sind das ökologisch Ruinöseste, was jemand laut Buch legal anrichten kann. Und daher bin ich unglaubwürdig. Oder vielleicht passt mein Blogtitel ja doch, da ich ihn als ein Projekt sehe, einen Weg, eine Entwicklung, die noch nicht bei perfekt angekommen ist. Wenn das überhaupt geht.

Mache ich laut Buch etwas richtig?

  • Ich versuche, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden – wir kaufen, was wir brauchen. Wir verwerten, was wir haben. Ich hinterfrage das Mindesthaltbarkeitsdatum und esse auch Dinge, die über dem MHD liegen. (Pro Jahr werfen wir alle gut 235 Euro in die Tonne!)
  • Ich habe mein Auto vor neun Jahren verkauft und laufe oder benutze die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin.
  • Ich trinke selten Kaffee und benutze keine Kaffeekapseln.
  • Ich kaufe unverpacktes Gemüse, nehme keine Tütchen.
  • Generelles Plastiktütenverbot: ich habe immer einen Beutel dabei, wenn es sich nicht vermeiden lässt, nehme ich die Plastiktüte im Nachgang mehrfach, zuletzt als Müllbeutel.
  • Ich versuche, regionale Produkte zu kaufen.
  • Ich wasche Kleidung seltener, lüfte sie eher aus.
  • Ich  lebe vegan, das heißt auch, ich benutze vegane Kosmetik (ohne Mikroplastik und Mineralöl) und Kleidung (GOTS-zertifiziert, Fairwear, ansonsten Secondhand, Kleiderkreisel und Auftragen der Kleidung).
  • wir verwenden wenige Reinigungsmittel (Allzweckreiniger, Handspülmittel, WC-Reiniger, Scheuermilch reicht).
  • Wir kaufen vieles gebraucht – auch Möbel. Letztes Jahr haben wir in ein neues Bett investiert, sehr teuer, aber in Deutschland gefertigt und ohne Chemikalien oder Tropenhölzer.
  • Ich habe Werbung und Kataloge abbestellt, einen “Keine Werbung”-Aufkleber am Briefkasten.
  • Ich versuche, Geschäfte zu frequentieren und nicht online zu bestellen.
  • Meinen Plastikweihnachtsbaum benutze ich seit 17 Jahren. So lange muss man ihn auch nutzen, damit er ökologisch “besser” ist als jedes Jahr einen Weihnachtsbaum zu fällen.

Was habe ich neues und spannendes gelernt? Was ist mir bewusst geworden?

Da ich momentan weniger Zeit für ve lové habe, lade ich auch weniger Videos hoch => daher werden weniger Platinen benötigt, die hergestellt werden müssen, oder Server, die bereitgestellt und gekühlt werden müssen. 😉 Nein, im Ernst: 140 Terrawattstunden Strom werden durch große und überflüssige Mails auf Servern und Heim-PCs benötigt. Öfter virtuell aufräumen und löschen!

Ich leihe Bücher aus der Bibliothek, gut so – denn der WWF hat Tropenholz aus mutmaßlichem Raubbau in bis zu 10 Prozent der untersuchten Bücher auf dem Markt gefunden.

Mein Smartphone ist alt, mein Laptop auch – ich benötige nicht ständig die neueste Version. Allein die jährliche Handyproduktion benötigt ohne Smartphones 16.000 Tonnen Kupfer, 6.800 Tonnen Kobalt, 43 Tonnen Gold,  Rohstoffe wie Tantal, Palladium. Die meist in China gewonnenen Seltenen Erden benötigen noch größere Abbaugebiete als der Goldbergbau, dazu kommen Abfälle wie Schwefelsäure und radioaktive Elemente.

Alufolie (18g CO2 pro Brot) liegt im Gegensatz zum Brotbox-Spülen (25g) vorne: noch besser wäre es,  Butterbrotpapier zu nehmen und die Brotbox nur auszuwischen.

Der Wasserkocher ist schneller und günstiger, zum Beispiel zum Nudelwasser vorkochen.

Nicht zu viele Baumwollbeutel horten – erst nach rund 30 Nutzungen haben sie eine bessere Ökobilanz als eine neue Plastiktüte. Papiertüten sind keine Alternative. Sie sind erst nach dem vierten Gebrauch besser als Plastik und das halten sie selten aus. ABER mit Mehrwegtragetaschen spart man im Schnitt 76 Tüten pro Jahr, daher haben wir immer einen Beutel dabei.

Reis verursacht 3 Kilo Treibhausgase, Nudeln 1 Kilo, Kartoffeln 200g.

Butter hat den schlimmsten CO2-Fußabdruck, noch vor Rindfleisch.

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Wie ihr seht, die Themen sind breit gefächert. Auf Energie- und Stromsparen bin ich zum Beispiel hier gar nicht eingegangen. Wer mehr erfahren möchte:

Marcus Franken, Monika Götze: Einfach öko

17,95 Euro

oekom Verlag

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Lesetipp: The True Story of Kunkush’s Incredible Journey

Today my friend Emma and I are talking about a children’s book which is quite different to the children’s books that we’ve read when we were little kids. Times have changed but I think this is a great book about love and friendship, help and companionship in the difficult environment we’re living in right now.

Doug Kuntz and Amy Shrodes

Illustrated by Sue Cornelison

Lost and Found Cat – The True Story of Kunkush’s Incredible Journey

Random House

$ 17.99

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App-Check: Too Good To Go

Ich befinde mich noch im technischen Hinterland, bin in der Regel kein großer App-Nutzer und habe auch mein Smartphone nicht 24/7 am Ohr oder in der Hand. Diese App finde ich aber wirklich sinnvoll:

Too Good To Go möchte Lebensmittelverschwendung vermeiden und hilft Restaurants und Bäckereien ihre Reste zu verkaufen anstatt sie zu entsorgen. Wie das geht, zeige ich Euch in unserem Video!

Vielen Dank an Ilhami Terzi vom Restaurant Kopps für seine Zeit für ein kurzes Interview!

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Ideen für Eure Weihnachtsgeschenke

Ic h habe mal so eine Art Rückschau betrieben – mit wem habe ich in den letzten Jahren alles gedreht, wer fertigt schöne Produkte, die sich als tolle Weihnachtsgeschenke eignen?

In diesem Video präsentiere ich für unentschlossene ein paar Vorschläge für unter den Weihnachtsbaum:

Bücher

Drei Ratgeber habe ich Euch in diesem Jahr vorgestellt, die ich wirklich lesenswert finde:

Bea Johnson: Glücklich leben ohne Müll!

ISBN: 978-3-86935-292-3

19,90 Euro

Verlag Ludwig

FAIRreisen – Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen, Frank Herrmann

328 Seiten, oekom verlag München, 2016
ISBN-13: 978-3-86581-808-9

€ 19,95

Besser leben ohne Plastik

112 Seiten, oekom verlag München, 2016
ISBN-13: 978-3-86581-784-6

Film

Dieser Film darf eigentlich in keiner Hausvideothek fehlen: Live and let live

Kinder

Das Brettspiel Ein Lebenshof für Tiere und das Kinderbuch Die Reise nach Veganien sind schöne Geschenke für die Kleinen!

Kosmetik

Annett von Sauberkunst stellt die besten Seifenprodukte her, vegan und ohne Palmöl – ich bin Fan und benutze nur noch ihre Seifen!

Tolle Cremedeos aus einer kleinen Berliner Manufaktur: Eskay Essentials. Ein Nachgefragt!-Interview mit Saqera gibt es im neuen Jahr!

Lebensmittel

Leckere Backmischungen für Brote, Kekse & Co. gibt es bei Hummelbee!

Haushalt & Dekorieren

Kerzen aus Soja– oder Rapswachs sind eine gute Alternative zu Paraffin- und Palmölprodukten!

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Für unterwegs: Brotboxen und Trinkflaschen von Eco Brotbox, einem Start-up aus Berlin.

Haustiere

Sehr viel Spaß gemacht hat mir auch das Interview mit Kinga Rybinska und ihrer Hündin Shila. Kinga fertigt tolles Hundezubehör- und Spielzeug.

In dem Sinne wünsche ich Euch frohes Schenken, ein gemütliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes und schönes 2017!

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diy Hustensaft

Jetzt in der kalten Jahreszeit erwischt viele von uns dann doch mal eine Grippe oder eine leichte Erkältung. Halsschmerzen sind doof, ewiges Rumhusten auch – daher nehme ich gerne Hustensaft. Dieses Mal habe ich meinen Hustensaft selbst gemacht – mit nur zwei Zutaten: einer kleinen Zwiebel und 2 Esslöffeln Rohrohrzucker.

Dieser Hustensaft soll sehr wirksam sein, denn Zwiebeln wirken antibakteriell. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass bei mir recht schnell Besserung eingetreten ist. Ob es nun die Vitamine und antibakteriellen Wirkstoffe der Zwiebel waren oder aber die Einbildung ist ja letzten Endes egal – ich finde dieses Rezept klasse. Einfach und schnell umgesetzt aus Produkten, die man meistens schnell zur Hand und sowieso zu Hause hat. Heißt, man spart auch noch Geld und Müll – es hat kein neues Hustensaftprodukt die Schwelle zu meiner Wohnung übertreten. Das Rezept habe aus dem Buch “Besser leben ohne Plastik”, zu dem ich schon am 9. Mai 2016 ein Video veröffentlicht habe.

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Buchtipp: Glücklich leben ohne Müll!

Das Jahr 2016 neigt sich so langsam dem Ende zu. Und wer auf der Suche nach guten Vorsätzen für das neue Jahr ist, könnte sich ja zum Beispiel vornehmen, im nächsten Jahr weniger Müll zu “produzieren”. Bea Johnson gibt auf 334 Seiten viele Ratschläge und Tipps, wie man diesen Vorsatz auch in die Tat umsetzen kann.

An manchen Stellen habe ich mich zwar gefragt, welchem Beruf sie zu der Zeit nachgegangen ist, da sie sich extrem darauf konzentriert und fixiert hat, ihr Haus und den Lebensstil der Familie auf Zero Waste, also null Müll, umzustellen und ich mir vage vorstellen kann, wie viel Zeit für Recherche und Ausprobieren dafür “drauf gegangen” ist. Vielleicht ist es auch nur eine Ausrede zu sagen, dieser Lebensstil ist viel zu zeitaufwendig, das schafft man im Alltag nicht…? Zu bequem? Zu egoistisch? Immerhin wird mir auch immer gesagt: “Ach vegan, nein, das könnte ich nicht.” Ich für mich werde auf jeden Fall versuchen, ihre Anregungen in meinen Alltag aufzunehmen.

Teilweise sind es wirklich kleine Dinge, die sie vorschlägt. Wie zum Beispiel im Büro nicht zu tackern, denn Heftklammern sind Einwegprodukte und folglich eine Verschwendung von Ressourcen. An Stelle sollten Büroklammern benutzt werden, die man immer wieder verwenden kann. Das habe ich in meinen Büroalltag schon aufgenommen. Viele andere Kleinigkeiten führe ich seit Jahren schon selber durch und habe auch unseren Büroablauf über die Zeit auf mehr Nachhaltigkeit umstrukturiert.

Auch die Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung hat am Anfang mehr Zeit verschlungen, als zum Beispiel heute. Natürlich musste ich mich erst einfuchsen und einlesen, reinfinden ins Thema. Und ich lerne immer noch ständig dazu. Ich würde aber nicht sagen, dass mich mein neuer Lebensstil mehr Zeit kostet. Ganz im Gegenteil, es macht mir Spaß und ist eine sinnvolle Zeitaufwendung. Ich denke, so ähnlich wird es auch Bea Johnson gegangen sein, als sie sich voller Eifer in ihr Projekt gestürzt hat. Es macht Freude, Erfolge motivieren ungemein und irgendwann geht es einem so sehr ins Blut über, dass die Abläufe keine Zeit mehr fressen, sondern die eigene Zeit optimieren. Wie toll ist es doch, sein Leben jenseites der großen Shopping Malls zu verbringen, Samstage Zeit zum Wandern zu haben, anstatt Einkaufen zu gehen – inklusive Parkhäuser, Warteschlangen, Menschenmassen… Da stimme ich Bea Johnson vollkommen zu.

Ein paar ihrer Vorschläge finde ich komplizierter in der Umsetzung. Manche Ideen hat Bea Johnson auch selber wieder aufgegeben, da sie zu zeitaufwendig sind oder andere Ressourcen verschwendet hätten (zum Beispiel Benzin für lange Fahrtwege o.ä.). Mit ihren Erfahrungen erspart sie uns diese aufwendigen Tests und lässt uns teilhaben an dem, was wirklich funktioniert. Sie sagt selbst, dass komplett ohne Müll leben in unserem Alltag kaum machbar ist. Wenn überhaupt, dann in den eigenen vier Wänden, aber sobald wir diese verlassen und ins Restaurant oder auf Reisen gehen, geben wir diese Möglichkeit zur Selbstbestimmung natürlich aus der Hand.

Daher finde ich die Herangehensweise, dass sich jeder aus diesem Buch heraussuchen soll, was zu ihm oder ihr selber passt und was er oder sie sich zutraut umzusetzen, eine sehr motivierende. Ich werde Euch natürlich zukünftig über meine Fortschritte und Erfahrungen auf dem Laufenden halten. Ob ich es jemals schaffen werde, meinen Müll auf ein Einmachglas zu reduzieren, möchte ich heute, am 24.11.2016 noch bezweifeln. Aber es ist immer gut, Ziele zu haben.

Bea Johnson: Glücklich leben ohne Müll!

ISBN: 978-3-86935-292-3

19,90 Euro

Verlag Ludwig

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