Projekt nachhaltig leben

Autor: Marina (Seite 1 von 22)

Lesetipp: Das Minimalismus-Projekt

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Zum Jahresanfang möchte ich Euch gerne ein Buch empfehlen, durch das ihr es sicherlich schafft, ein wenig auszumisten. In Euren Wohnungen, aber auch in Euren Gewohnheiten und im gelebten Alltag.

Christof Herrmann

Das Minimalismus-Projekt

GU Verlag

ISBN 978-3-8338-7359-1

17,99 Euro

An einer Stelle im Video hatte ich Euch noch den Punkt digitales Fasten/digital Detox aufgezählt und direkt vergessen, dazu was zu sagen. Dabei ist das ein wichtiger Punkt. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich wochenends und im Urlaub keine Emails checke. Einfach, um eine regelmäßige Auszeit einzubauen – denn ich finde es wichtig, nicht ständig erreichbar sein zu müssen. Ich denke, wir stecken alle unter enormen Stress durch ständige Erreichbarkeit und wie häufig treffe ich Menschen, die noch nicht einmal ohne Smartphone am Essenstisch sitzen oder sich gar nicht mehr richtig auf ihre Gesprächspartner konzentrieren können. Ich verwende nur die nötigsten Apps und bestelle jegliche Newsletter und Werbung ab, um mich auch nicht um zu viel digitalen Müll kümmern zu müssen. Das frisst alles Zeit.

In welchen Bereichen würdet ihr gerne minimalistischer leben? Gibt es Punkte aus dem Buch, die ihr selbst schon umsetzt und gute Erfahrungen damit gemacht habt?

Feste Kosmetik

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Wie ihr wisst, propagiere ich seit Jahren schon feste Kosmetik. Jetzt sind die großen Hersteller aufgesprungen und bieten ihre Produkte auch in fester Form an. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sie jetzt nachhaltig sind. Wenn ihr selbst mehr über ein Produkt wissen möchtet, kann ich nur empfehlen, Unternehmen direkt anzuschreiben. Hier sind ein paar Fragen, die ihr stellen könnt:

  • Bei Ihrer Verpackung verweisen Sie darauf, dass sie recycelbar ist und aus einem FSC-Mix besteht. Werden Ihre Verpackungen aber aus Recyclingpapier hergestellt? Wie hoch ist der Anteil an Altpapierfasern?
  • Warum verwenden Sie Duftstoffe, die sich auf der Liste der 26 allergenen Duftstoffe befinden?
  • Planen Sie, in Zukunft ein Öko- oder soziales Siegel zu beantragen, zum Beispiel vom BDIH, Natrue, Cosmos oder Demeter?
  • Welches pflanzliches Öl verwenden Sie für Ihr Produkt? Handelt es sich dabei um Palmöl? Wenn ja, handelt es sich hierbei um zertifiziertes Palmöl?
  • Kennen Sie die Produzenten und die Lieferketten? Werden Pestizide und Pflanzenschutzmittel eingesetzt? Halten die Produzenten Kriterien zum aktiven Naturschutz, Arbeitnehmerrechte, Arbeitssicherheit und zur Vorbeugung von Landkonflikten ein? Werden Neupflanzungen auf Land vorgenommen, das durch Enteignung erlangt wurde?
  • Warum verwenden Sie Kokosöl, obwohl sich damit ein Problem, nämlich das Vermeiden von Palmöl, nur verlagert?
  • Werden die Bars aus Pulver hergestellt oder erst noch zu Pulver verarbeitet, sprich, sind die Inhaltsstoffe vorher flüssig und werden dann dehydriert? Wo geht das für diesen Prozess verwendete Wasser hin? Wie viel Energie wird für diesen Prozess benötigt?
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Der vegane Mettigel ist ein kleines Pop Up-Geburtstagsgeschenk (gibt es das?) – naja, auf jeden Fall kam ich spontan auf die Idee, einen veganen Mettigel auszuprobieren. Ich habe zu viele Zwiebeln verwendet, aber ansonsten war das eine nette Überraschung.

Ihr benötigt:

1 Päckchen Reiswaffeln
1 Zwiebel, gehackt

1 Knoblauchzehe
3/4 bis 1 Tube Tomatenmark
2 EL Öl
1 gehäuften TL Salz
1/2 TL Pfeffer
2 Prisen Kümmel

Für die Stacheln könnt ihr eine weitere Zwiebel oder Salzstangen verwenden. Für die Augen und Nasenspitze Pfefferkörner, Rosinen, Kapern oder Nelken.

Putzmittel-Tabs

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Putzmittel-Tabs

Zum Frühjahrsputz habe ich mich mit den festen Reinigungstabs auseinandergesetzt, die es Online oder in Drogeriemärkten zu kaufen gibt. Sind sie die Lösung für nachhaltiges Putzen oder tun es doch Omas Hausmittelchen? Vorweg – die Mittel reinigen und erfüllen somit ihren Zweck. Kritisch sehe ich die Inhaltsstoffe und die Vermarktung, die zumindest bei zwei Produkten mit einhergeht. Fazit: weniger ist mehr. Egal wovon.

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Lesetipp: Der Palmöl-Kompass

Heute stelle ich Euch einen Ratgeber vor, der zwar nicht mehr brandneu auf dem Büchermarkt ist, den ich aber sehr oft zur Hand nehme – ein Nachschlagewerk, das in keiner Privatbibliothek fehlen sollte, sofern ihr wie ich versucht, so wenig Palmöl wie möglich zu konsumieren. Im Interview mit Frauke Fischer habe ich einige Punkte aus dem Buch angekratzt und ich hoffe, auch ihr erfahrt noch viel neues.

Frauke Fischer & Frank Nierula

Der Palmöl-Kompass

oekom-Verlag

ISBN: 978-3-96238-106-6
Softcover, 176 Seiten

ab 15,99 Euro

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Wanderurlaub in Südpolen

Unsere Reise hat sich in drei Abschnitte geteilt: die ersten eineinhalb Wochen haben wir in Zakopane in der Hohen Tatra verbracht, dem kleinsten Hochgebirge der Welt, uns dann über den Kurort Kudowa-Zdrój im Glatzer Bergland zurück Richtung Deutschland vorgearbeitet und die letzten Tage in Karpacz im Riesengebirge verbracht. Alles in allem drei Wochen – wahrscheinlich geht es auch kürzer, aber ich denke, wer die Gegenden in Ruhe erkunden möchte, sollte sich drei Wochen Zeit lassen.

In Zakopane haben wir folgende Wanderungen und Ausflüge gemacht:

  • den Wanderweg Droga pod Reglami – nie komplett, da wir ihn in leicht abgewandelter Form gelaufen sind; von unserem Ferienhaus in der Droga do Daniela aus nach links bis zum Nationalparkeingang, dann durch die Dolina Bialego, über die lohnenden Sarnia Skaly (Felsen) und über die Dolina Strążyska zurück. Das war unsere Einstiegswanderung und für uns durchaus ausreichend. An einem anderen Tag sind wir mit einem der Minibusse zur Dolina Kościeliska gefahren und von dort bis zur Droga do Daniela den Droga pod Reglami zurückgelaufen, mit Abstecher zur Höhle (Jama) Dziura. Keine Scheu vor den Minibussen – der Service klappt prima, ist günstig und zuverlässig.
  • Eine Wanderung zu den fünf polnischen Teichen und dem Meerauge, Morskie Oko. Wir waren gut elf Stunden unterwegs, da wir beide Touren kombiniert haben. Anstrengend – aber es lohnt sich! Wem das zu viel ist, kann natürlich auch zwei eigenständige Routen ausarbeiten. Kartenmaterial gibt es überall in Zakopane, aber auch an den Eintrittshäusschen des Nationalparks zu kaufen. Wer mit dem Auto zum Morskie Oko fährt, anstatt den Minibus zu nehmen: es ist zu empfehlen, vorab das Parkticket online zu bestellen. Das hatten wir nicht gemacht, durften daher die Straße nicht weiter fahren und mussten dann in der Slowakei parken. War letzten Endes auch nicht schlimm und wir konnten dort in Euros zahlen, aber wer näher ran fahren möchte, sollte vorreservieren. Übrigens waren wir schon um 7:15 dort und standen im Stau. Früh aufstehen lohnt sich, zumindest in der Hauptsaison! Wichtig bei der Einteilung der eigenen Kraftreserven: vom Morskie Oko läuft man nochmal zwei Stunden zurück zum Parkplatz!!! Das kam bei unseren elf Stunden also nochmal oben drauf, 13 mit Rückweg. 😉
  • Eine leichte Wanderung nach einem vorangegangenen harten Wandertag wäre zum Beispiel die Alm Rusinowa Polana mit einem Abstecher zum Marienheiligtum Wiktorówki. Beeindruckend fand ich dort den symbolischen Friedhof für diejenigen, die in den Bergen verunglückt und gestorben sind. Auf dem Rückweg nach Zakopane lohnt es sich, bei der Kirche Jaszczurówka anzuhalten. Der nette junge Pfarrer hat uns dort die Galerie aufgeschlossen und gezeigt.
  • Eine weitere leichte Wanderung ist die Dolina Chochołowska. Bei letzterer gibt es auch überall Fahrradverleiher – wir haben uns für eine Fahrradtour entschieden, denn wir waren an dem Tag recht spät dran und durch das Rad doch um einiges schneller. Doch es sei gesagt: die Strecke ist nicht mit asphaltierten Fahrradwegen zu vergleichen und wird ab und an doch sehr sehr holprig.
  • Auf den Berg Gubałówka kann man wandern oder mit der Standseilbahn fahren – oben ist es sehr touristisch. Einmal dem Trubel entkommen, gibt es mehrere Wanderwege. Wir haben von denen aber keine ausprobiert, dafür hat unsere Zeit dann doch nicht gereicht.
  • Eine Wanderung durch die Dolina Kościeliska – wunderschön und es lohnt sich ein Abstecher zur Eishöhle und zum See (Staw) Smreczyński.
  • Auf den Gipfel des Kasprowy Wierch. Entweder hoch laufen, wir haben die Seilbahn genommen. Auch hier gilt: vorab reservieren, das geht unter anderem auch an der Gubałówka-Station oder an einem Automaten bei der Post in der Haupteinkaufsstraße Krupówki. Wir haben zu den gewünschten Zeiten kein Ticket erhalten und sind auf gut Glück zur Seilbahnstation gefahren. Mit dem Minibus, denn die letzten Kilometer sind für Privatfahrzeuge gesperrt. Wie zu erwarten, war die Warteschlange lang und wir haben uns dekadenterweise ein Expressticket geleistet. Den Ticketschalter dazu gibt es draußen, wenn man sich nicht in die Schlange einreiht, sondern die Treppe hoch geht und dann links. Für umgerechnet zehn Euro mehr pro Person haben wir uns das Warten gespart, um mehr Zeit auf dem Berg zu haben. Ja, dekadent, aber da die Wettervoraussagen für die kommenden Tage schlecht waren, wollten wir unbedingt noch hoch, um die Gratwanderung zu machen – die sehr schön war, Rückweg über die Alm (Hala) Gąsienicowa.
  • Wer mal nicht wandern will: wir haben eine Raftingtour auf dem Dunajec mitgemacht, unterwegs gab es einen Stopp am Schloss Niedzica und an der Lärchenholzkirche Erzengel Michael von 1490, übrigens UNESCO Weltkulturerbe. Empfehlen kann ich hierfür den Reiseanbieter STRAMA, der am Bahnhof auch ein Ticketoffice hat.

Vegan essen klappt in der Bar Górski und der Pizzeria Cristina. Einkaufen bei Lidl, Tesco, Biedronka, Żabka, Lewiatan, aber auch in den anderen Supermärkten gibt es das eine oder andere vegane Produkt. Frisches Obst und Gemüse am besten direkt bei Gemüsehändlern am Straßenstand besorgen.

Unternehmungen in Kudowa-Zdrój bzw. Teplice nad Metují

  • Spaziergang durch den Kurpark und Mineralwasser trinken. Kostenpflichtig in der Trinkhalle, im Kurpark gibt es auch einen Brunnen, dort ist es umsonst. Die Trinkhalle macht aber natürlich mehr her. 😉
  • Wanderungen im Nationalpark Heuscheuer Gebirge (Góry Stołowe) : Felsenlabyrinth Błędne Skały, Szczeliniec Wielki (Großer Heuscheuer) und zu den Pilzformationen Skalne Grzyby.
  • Auf der tschechischen Seite haben wir uns dann die Braunauer Wände und den Tafelberg Ostaš angesehen.
  • Außerdem: die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt. Empfehlenswert ist es, beide Städte miteinander zu kombinieren. Und: früh aufstehen und um acht Uhr da sein, dann schafft man es, Adersbach noch fast für sich alleine genießen zu dürfen!

Hier hatten wir übrigens die besten Ferienwohnungen! In Kudowa-Zdrój das Domki u Basi und in Teplice nad Metují das Apartmán Carpe Diem.

Unternehmungen im Riesengebirge:

  • Wanderung auf die Schneekoppe, Rückweg über die Hampelbaude, Kleiner Teich, Teichbaude, Stabkirche Wang.
  • Wanderung über den Rabenberg nach Budniki und über den Tabaksteig zur Brauerei Trautenberk in Horní Malá Úpa. Über den Eulenpass und den Eulengrund zurück nach Karpacz.
  • Ausflug nach Jelenia Gorá (Hirschberg). Auf dem Rückweg Wanderung zur Ruine Chojnik. Wer möchte, kann auch die Kapelle St. Anna besuchen mit der Liebesquelle Guter Born. Man sagt, wer mit dem Wasser im Mund sieben Runden um die Kapelle läuft, wird Glück in der Liebe haben.
  • Eine E-Biketour durch das Hirschberger Tal der Schlösser. Schloss Łomnica, Schloss Wojanów, Ruine Bobrów, Schloss Karpniki und Schloss Mysłakowice haben wir bei der Tour abgeradelt, mehr ging nicht. Reicht aber auch für einen Eindruck. Schlösserfans können natürlich alle besuchen oder gar in einigen von ihnen übernachten.
  • Mal wieder Mineralwasser/Heilwasser trinken in Świeradów-Zdrój.

Wie ihr seht, lohnt es sich, dieses Fleckchen Erde zu erkunden. Langweilig wird es ganz bestimmt nicht! Nur das vegane Angebot fehlt noch, die tolle vegane Community, die ich aus Breslau oder Krakau kenne, fehlt in den Urlaubsorten Südpolens.

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