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Projekt nachhaltig leben

Category: Nachgefragt! (page 1 of 6)

Für unsere Rubrik “Nachgefragt!” führen wir regelmäßig Interviews mit Fachleuten, Experten, Autoren, mit Menschen, die uns zum Thema Nachhaltigkeit spannende und interessante Dinge erzählen können.

Nachgefragt! Grüne Liga Berlin

Nach unserer Pflanzaktion gibt es heute ein weiteres Interview mit Ines von der Grünen Liga Berlin, um über den Verband zu sprechen. Schaut doch mal auf der Webseite vorbei, um Euch über die vielen Projekte und Aktionen zu informieren! Und viel Spaß beim Schauen des Videos!

Nachgefragt! Das große Insektensterben

In meiner heutigen Buchvorstellung geht es um das Thema Insektensterben. Die Autoren Andreas H. Segerer und Eva Rosenkranz haben sich nach ihrer Buchpräsentation noch Zeit genommen, um mit mir über die Inhalte zu sprechen. Der Ratgeber ist für all diejenigen interessant, die sich gerne näher mit dem Insektensterben und seinen Ursachen, aber auch den Folgen auseinandersetzen möchten.

Warum behandele ich das Thema momentan auf ve lové? Weil das Artensterben auch bei uns angekommen ist. Wenn bislang in Afrika eine unbekannte Art verschwand, konnte man dazu vielleicht noch mit den Schultern zucken. Aber nun sterben Bienen, Schmetterlinge und Käfer vor unserer Haustür – und mit ihnen verschwinden Vögel, Frösche und vieles mehr. Und man kann es nicht mehr ignorieren, denn alleine an den Windschutzscheiben der Autos sieht man: es gibt weniger Insekten. Für mich waren die Abschnitte im Buch besonders interessant, die erläutern, was jeder einzelne tun kann, um den Insekten im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu helfen. Ganz gleich, wie groß ein Garten ist, kann er mit wenigen Veränderungen insektenfreundlich gestaltet werden:

  • Nahrungsquellen rund ums Jahr bieten
  • Wiesen, die (wenigstens zum Teil) mit einheimischen Wildblumen aufgewertet und nur zweimal gemäht werden
  • Mähen in Abschnitten, um nicht alle Insekten dabei zu töten oder alle Nahrungsquellen gleichzeitig zu beseitigen
  • Verzicht auf Mähroboter, Laubsauger und –bläser (Rasenroboter gefährden Igel, Amphibien und Insekten)
  • Kinderstuben und Schlafplätze: verschiedenartige Nistplätze für unterschiedliche Bedürfnisse der Insekten; Baumaterial für den Bau von Brutzellen, Winterverstecke, Wasserstellen
  • Winkel, die sich selbst überlassen bleiben, Laub und Pflanzenreste, verwelkte Pflanzen, die über den Winter stehen bleiben, Steinhaufen, Sandhaufen, Holz, Matsch an Stelle von Insektenhotels. Auch das Lassen gehört zu insektenfreundlichen Maßnahmen.
  • Nistplätze für Vögel und Fledermäuse
  • Verzicht auf Dünger, Insektizide, Herbizide
  • Weniger Lichtquellen in Gärten und rundum beleuchtete Häuser (künstliches Licht verwirrt zum Beispiel Glühwürmchen und Motten)

Was sich einfach liest, ist in deutschen Gärten jedoch zur Seltenheit geworden. Der superkurze und von jedem Löwenzahn und Gänseblümchen frei gehaltene Rasen, der neuerdings gerne vom Rasenroboter bewacht wird ist der normale Anblick, Unordnung in Form einer bunten Blumenwiese eine Seltenheit. Steingärten und Kirschlorbeere schmücken die Einfahrten, heimische Pflanzen ziehen oftmals den Kürzeren. Geranien und Petunien, beliebte und weit verbreitete Balkonpflanzen, liefern keine Pollen und auch keinen Nektar.

Der Garten muss nicht gleich zum Dschungel werden, in dem keine Ordnung mehr erkennbar ist. Und es muss auch nicht gleich alles umgebaut und neu gepflanzt werden. Aber jedes Jahr zwei drei Punkte in Richtung mehr Vielfalt ändern bringt eine Menge, so die Experten. Daher gibt es im Buch gleich mehrere Seiten mit Auflistungen von Pflanzen, die die verschiedenen Insekten mögen. Das ist eine große Hilfe, besonders da auch die Blühzeiträume angegeben sind. Insgesamt also ein Ratgeber, den ich immer wieder einmal zu Rate ziehen werde.

Das große Insektensterben

208 Seiten, oekom verlag München, 2018
ISBN-13: 978-3-96238-049-6

20 Euro, auch als E-Book erhältich

Nachgefragt! Insektensommer 2019

Der NABU ruft zum großen Insektenzählen auf. Es gibt zwei Aktionszeiträume, einmal vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August. Ich habe mit Daniela Franzisi, der Insektenbeauftragten des Naturschutzbundes, zum Insektensommer gesprochen. In diesem Video erklärt sie, wie das Zählen funktioniert, was der NABU mit den gesammelten Daten anfangen kann und welche Aktionen es noch rund um den Insektensommer gibt. Schaut einfach auf der Insektensommer-Seite vorbei, wenn ihr noch weitere Informationen wünscht oder Euch auch über die weitere Arbeit des NABU informieren wollt. An dieser Stelle verweise ich auch gerne noch einmal auf das Video Alte Handys für die Havel hin, eine weitere wichtige Aktion des Naturschutzbundes.

       

Nachgefragt! Refill Deutschland

Ich habe gelesen, dass wir Deutschen stündlich zwei Millionen Einweg-Plastikflaschen verbrauchen. Das macht pro Tag 48 Millionen. Das ist eine so große Menge, das kann ich mir gar nicht vorstellen und kaum glauben. Wohin damit? Das Meer ist voll davon. Stephanie Wiermann haben die Unmengen an Einwegflaschen, die mal eben am Kiosk oder Bahnhof gekauft werden, auch nicht geschmeckt. Sie hat Refill Deutschland in Hamburg ins Leben gerufen.

Heute möchte ich Euch diese tolle ehrenamtliche Initiative vorstellen, die sich dafür einsetzt, dass man seine mitgebrachten Flaschen kostenfrei mit Leitungswasser aufgefüllt bekommt. Unterwegs. Egal ob im Alltag oder beim Städtetrip. Teilnehmende Cafés, Restaurants, Apotheken uvm. kennzeichnen dies mit einem Sticker an ihrer Tür. Und werden in einer Übersichtsliste bei Refill Deutschland geführt. Ganz einfach.

Lena von Refill Berlin hat mir rund um Refill und Leitungswasser trinken Rede und Antwort gestanden. Refill Berlin geht auf den Verein A Tip: Tap zurück, der sich für den Konsum von Leitungswasser einsetzt. Vielen Dank Lena fürs frühe Aufstehen an einem verschneiten Morgen in Berlin!

     

 

Nachgefragt! Greenya – die grüne Suchmaschine

Für dieses Nachgefragt!-Interview habe ich mich mit Sonja von Greenya getroffen. greenya.de bietet dir immer die nachhaltige, umweltfreundliche Alternative auf Deine Online-Suche. Coole Idee, finde ich und daher wollte ich mir von Sonja persönlich zeigen lassen, wie es funktioniert und wie sie auf die Idee gekommen ist.

Nachgefragt! Spendenmarathon für Tiere

Alle Jahre wieder öffnen sich in der Weihnachtszeit die Herzen und auch die Portemonnaies. Aber man liest auch immer wieder von Skandalen, dass Spendengelder nicht dort ankommen, wo man sie eigentlich gerne hätte – bei den Bedürftigen. Auf facebook habe ich in den letzten Tagen mehrfach einen Post gesehen über eine Spendenaktion für hungrige Tiere in den eisig-kalten Wintermonaten. Neugierig geworden, bin ich auf die Seite von Tierschutz-Shop gegangen – was und wer steckt hinter diesem großen Spendenmarathon? Und kommt das Futter, dass für die Tiere gespendet wird, tatsächlich an? Oder steckt dahinter eine Masche, um Geld zu verdienen – immerhin ist dieser Tierschutz-Shop ein Versandhandel mit einem recht großen Team.

Beim längeren Durchstöbern der Webseite sind meine Bedenken aber schnell geschrumpft, denn das Konzept klingt plausibel und sie versprechen, dass ein Live-Zähler, ein Notar und die VETO – Vereinigung europäischer Tierschutzorganisationen jedem Spender Transparenz und Sicherheit garantieren. Außerdem soll man Fotos und Videos jeder Spendenankunft erhalten. Zum Konzept: Gründerin Hanna dachte sich: jeder Tierbesitzer braucht Futter für seine Fellnasen. Den Futtereinkauf macht man ohnehin regelmäßig. Warum nicht das Alltägliche mit einer automatischen Spende ans Tierheim verknüpfen? Im Internet fand sie keinen Shop, der das anbot. Sie kündigte ihren Job und gründete gemeinsam mit einem kleinen Team von Zwei- und Vierbeinern einen Online-Shop für Heimtierbedarf, bei dem von jeder Bestellsumme automatisch eine Prämie an ein Tierheim gezahlt wird – und das ganz ohne Aufpreis. Das war im Mai 2014.  Seitdem kann für den guten Zweck für das eigene Haustier nach Lust und Laune geshoppt werden. Gesundes Futter, Snacks, Spielzeug, Zubehör, Pflegeprodukte – insgesamt über 6.000 Produkte für Hunde, Katzen und Kleintiere.

Beim Spendenmarathon sieht es wie folgt aus: du kannst mit ein paar Klicks von Zuhause aus wählen, was und wie viel du spenden möchtest. Eine Tagesration Futter kannst du bereits für 98 Cent spenden, eine Monatsration für 50€. Tierschutz-Shop arbeitet mit über 500 geprüften Tierschutzvereinen zusammen, die in ganz Europa aktiv sind und startet das ganze Jahr über Spendenaktionen für Tiere in Not. Alle Vereine sind offiziell eingetragen und gemeinnützig. Deine Spende wird gesammelt auf einer Palette an das von dir gewünschte Tierheim gebracht – auch ins Ausland zu Tierheimen in Rumänien, Spanien, Ungarn, Bulgarien usw. Vor Ort wird die Spende nur an geprüfte Tierschützer übergeben.

Außerdem gibt es auf der Webseite Tipps, woran man erkennen kann, dass die Spende wirklich dort ankommt, wo sie ankommen soll. Kurz zusammen gefasst:

1. Spende nur an einen offiziell eingetragenen und gemeinnützigen Verein.

2. Am einfachsten ist es, wenn du statt Geld Sachspenden, wie Futter oder Zubehör spendest.

3. Lies Erfahrungsberichte und Bewertungen.

Mit dem ersten Spenden-Marathon für Tiere sammelt der Tierschutz-Shop gemeinsam mit Tierfreunden aus der ganzen Welt 30.000 Pakete mit Futter, damit kein Tier zu Weihnachten hungert. Land für Land durchqueren sie seit dem 16. November Europa, um auf das dortige Leid aufmerksam zu machen. In Deutschland, Polen, Spanien, Portugal und Italien waren sie schon. Ab dem 11. Dezember geht es dann weiter durch Rumänien, Griechenland, Bulgarien, Kroatien, Ungarn und der Slowakei.

Am Spenden-Marathon teilnehmen kannst  du ganz einfach von zuhause, indem du online ein Futterpaket packst. Pro Land gibt es eine Wunschliste, die genau das Futter und Zubehör enthält, das die Tiere dort gerade dringend benötigen. Stelle dein Paket für die Vierbeiner aus den Dingen zusammen, die du ihnen spenden möchtest. Am 22. Dezember wird um 18 Uhr der Live-Paketzähler angehalten.

Über den Spendenmarathon habe ich mich mit Ellen vom Tierschutzverein Oberhavel unterhalten. Nicht nur, um mich über die Seriosität vom Tierschutzshop zu vergewissern, sondern auch, um mehr darüber zu erfahren, was Tierheime generell an Spenden benötigen. Denn auch in Deutschland wirtschaften die Tierheime oft am Existenzminimum und benötigen dringend Futter- und Sachspenden. Außerdem warten im Tierheim Oberhavel viele Hunde und Katzen auf ein neues, liebevolles Zuhause.

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