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Projekt nachhaltig leben

Tag: Bücher (page 2 of 2)

Buchtipp: FAIRreisen

Reisen war schon immer meine Leidenschaft, ich war schon immer gerne unterwegs. Mehr und mehr gerät man aber in einen Selbstkonflikt, wenn die eigene Reiselust schwer auf dem ökologischen Gewissen lastet. Denn für diesen “Egoismus” finde ich keine plausible Begründung oder Entschuldigung oder Ausrede, die ich durchgehen lassen würde. Also bleibt nur die Hoffnung, dass ich irgendwann an dem Punkt ankommen werde, dass ich nur noch von der eigenen Haustür zu Fuß, mit dem Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln starte. Oder dass unsere Verkehrsmittel irgendwann nachhaltig werden… (?)

So wie mir geht es sicherlich vielen. Ich persönlich kenne nur einen Menschen, der nicht gerne verreist bzw. gar nicht verreist. Es nicht mag und auch nicht vermisst. Keinerlei Bedürfnis danach verspürt. Für ihn wäre dieses Buch also nicht geeignet, obwohl ich mir sicher bin, dass er es mit großer Aufmerksamkeit lesen würde. Denn dieses Sachbuch ist so gut geschrieben, dass es sich so lesen lässt, als ob man da mit einem Naturkrimi sitzt. Das sind 300 Seiten geballtes Wissen und als letztes Kapitel noch ein Serviceteil mit vielen weiterführenden Lektüre- und Filmtipps sowie Links. Und auch Informationen zu verschiedenen Siegeln der Reisebranche und Informationen zu vielen Reiseanbietern.

Dieser Ratgeber sollte bei jedem Zuhause im Bücherregal stehen, der gerne verreist und versuchen möchte, dies so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Es gibt viele Denkanstöße, auf die man selber oftmals gar nicht kommt bzw. weist es auf Dinge hin, die man selber schon “falsch” gemacht hat.

FAIRreisen – Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen, Frank Herrmann

328 Seiten, oekom verlag München, 2016
ISBN-13: 978-3-86581-808-9

€ 19,95

Nachgefragt! Öffentliche Bücherschränke und der Berliner Büchertisch

Minimalistischer leben.  Diesen Vorsatz habe ich mir vor einigen Jahren gefasst. Obwohl, das ist das falsche Wort. Ich habe ihn mir nicht gefasst, denn es war eher ein schleichender Prozess, der mir nach und nach bewusst machte, dass ich nicht alles besitzen muss, alles auf Vorrat kaufen muss und überhaupt großartig kaufen muss. Auch die Begrenztheit der eigenen Wohnung und Staumöglichkeiten weisen einen in die Schranken. Denn ist es nicht reichlich daneben, mehr arbeiten und mehr Geld verdienen zu müssen, um mehr Platz zu haben für all’ seinen Krempel?

Seitdem kaufe ich mir nichts neues mehr. Außer, ich benötige es wirklich oder möchte es wirklich haben – dafür sortiere ich dann aber etwas anderes wieder aus. Leider sieht man den Fortschritt dieses jahrelangen “Ich kaufe nur noch das, was ich brauche” kein Stück, denn in gut 30 Jahren davor war ich eine fleißige Sammlerin und Alles-gebrauchen-Könnerin. Und mir fehlt die Zeit, mal tagelang am Stück rigoros die Wohnung auszumisten. Und wahrscheinlich würde ich es noch nicht schaffen, mich komplett von allem zu trennen, wie es manche Minimalisten radikal getan haben. Ich lese sehr gerne auf dem Blog Einfach bewusst von Christof Herrmann. Da wo er ist, bin ich noch lange nicht. Aber ich denke, das ist auch nicht schlimm. Jeder macht das in seinem Tempo.

Gerne möchte ich Euch in Zukunft Tipps geben, wie auch ihr Euer Leben etwas entrümpeln könnt. Tatsächlich sieht man in meiner Wohnung vielleicht keinen großen Fortschritt, aber allein im Geldbeutel macht es sich enorm bemerkbar. Und es tut gut, mit wenig auszukommen und Ballastfrei durchs Leben zu gehen.

Früher musste ich jedes Buch, dass ich lesen wollte, auch besitzen. Allein des schönen Covers wegen. Mittlerweile denke ich anders. Nicht nur, dass natürlich viel Papier für viele Bücher benötigt wird, kostet jedes Buch Geld und Platz. Und den Großteil der Bücher, die ich mir bisher gekauft habe, habe ich selten ein zweites oder drittes Mal gelesen. Also alles Staubfänger im Regal. Ein Freund von e-books bin ich aber auch nicht. Zwar besitze ich eines, aber ich finde, so ein e-book ist nicht das selbe wie ein richtiges Buch, dass man in der Hand hält. Daher finde ich mittlerweile das Konzept der Bibliotheken wieder sehr sinnvoll. Eine Mitgliedschaft dort ist günstig, die Auswahl riesig und ich gebe das Buch nachher wieder zurück, es nimmt keinen Platz in meiner Wohnung weg.

Auf Reisen schenke ich die Bücher, die ich gerade ausgelesen habe, anderen Reisenden oder der Hostelbibliothek. Auch in Hotels gibt es immer öfter Bibliotheken oder Bücherschränke für die Gäste, dort kann man sich eigentlich immer mit frischem Lesestoff versorgen.

Hier in unserem Kiez in Berlin stellen die Nachbarn übrigens regelmäßig Kisten vor die Tür, gefüllt mit Büchern und Dingen, die sie verschenken wollen. Das finde ich auch immer klasse. Ich bin so übrigens zu dem Handmixer gekommen, den ihr in vielen Videos seht! 😉 Probiert es aus – Dinge zu verschenken macht unglaublich viel Spaß. Was Du nicht mehr gebrauchen kannst, erfreut jemand anderen!

Außerdem gibt es öffentliche Bücherschränke, denen man seine ausgelesenen Bücher spenden und sich dort selber mit Lesestoff versorgen kann. In diesem Interview stellen wir den Berliner Büchertisch vor, dem ihr Eure Bücher schenken könnt:

Berliner Büchertisch
Mehringdamm 51 (2. Hof)
10961 Berlin – Kreuzberg

Aktuell sucht der Büchertisch dringend nach einer neuen Bleibe in Berlin, denn der Mietvertrag für das Gebäude am Mehringdamm wurde ihnen zum 31.01.2017 gekündigt, wie viele andere soziokulturelle Projekte in Friedrichshain-Kreuzberg sind auch sie nun von der Verdrängung betroffen. Wenn ihr also ein bezahlbares Objekt kennt, meldet Euch doch bitte beim Team vom Berliner Büchertisch. Das Projekt ist eine wichtige Institution für viele Menschen, es wäre schade, wenn es ab nächstem Jahr nicht mehr weitergehen kann.

Wenn ihr Eure Bücher nicht quer durch Deutschland schicken möchtet, findet ihr sicherlich auch in Eurer Region einen Bücherschrank oder eine Schule, Altenheim o.ä., die sich über Bücherspenden freuen.

Und hier noch ein Link zu George Carlin und seinem großartigen Vortrag über “Stuff”!

Besser leben ohne Plastik

Heute haben wir mal wieder eine Buchvorstellung für Euch. “Besser leben ohne Plastik” von Anneliese Bunk und Nadine Schubert ist in meinen Augen ein wertvoller Ratgeber für den Einstieg in ein plastikfreieres Leben. Es hat mich nochmals in meinem Willen bestärkt, noch mehr darauf zu achten, Plastik im Alltag zu vermeiden und der Ratgeber informiert nicht nur auf verständliche Weise, warum Plastik sowohl für unseren Organismus als auch für die Umwelt so wahnsinnig schädlich ist, sondern gibt auch ganz einfache Tipps, wie man viele Dinge selber herstellen kann. Von Rezepten über Kosmetik oder Haushalt – die Anregungen sind leicht umzusetzen und geben einen ersten Denkanstoß. 12,95 Euro, die sich meines Erachtens lohnen und in der hauseigenen Nachschlagebibliothek einen Platz verdienen. Wer Papier sparen will, findet auch eine e-book Version.

Besser leben ohne Plastik

112 Seiten, oekom verlag München, 2016
ISBN-13: 978-3-86581-784-6

 

Kochbuch-Tipp: Natürlich genießen

Frische Tomaten, Erdbeeren oder Spargel im Winter. Fleisch, Milch und Kaffee zu Billigpreisen. Fertiggerichte und stark bearbeitete Produkte – das alles findet man reichlich in den Supermarktregalen und es steht wohl auch bei den meisten Menschen täglich auf dem Speiseplan. Doch all diese Lebensmittel sind nicht ganz unproblematisch.

Wir stellen euch im Video ein Koch- bzw. Rezeptbuch vor, das viele Informationen rund um den Bereich Bio-Lebensmittel, Fairer Handel, regionaler Anbau und Nachhaltigkeit gibt.

Was kann ich als Einzelner überhaupt bewirken, wie lassen sich vielleicht lang gepflegte Essgewohnheiten ändern, wie und wo kann ich damit anfangen und schmeckt so ein Essen mit nachhaltigem Hintergrund überhaupt noch lecker?

Auf all diese Fragen liefert das Buch “Nachhaltig genießen” Antworten, und darüber hinaus über 100 Rezepte, die sich leicht und überwiegend schnell umsetzen lassen.

Wir geben euch im Video einen kleinen Einblick in dieses Buch.  Wer neugierig geworden ist und darüber hinaus mehr wissen möchte, der sollte selber einen Blick hineinwerfen und die Rezepte ausprobieren.

“Nachhaltig genießen – Rezeptbuch für unsere Zukunft” von Dr. Karl von Koerber und Hubert Hohler ist im TRIAS Verlag erschienen und kostet 19,99 Euro.

Klimasparbuch – eine Hilfestellung für Klimaschutz

Wer hat noch keinen Vorsatz für das neue Jahr? Demjenigen geben wir heute eine Anregung in Form eines kleinen Büchleins – dem Klimasparbuch, einem handlichen, praxisorientierten Ratgeber- und Gutscheinbuch mit zahlreichen Infos dazu, wo man sich beim Einkaufen, Essen oder Entspannen klimaschonend verhalten und dabei sogar den eigenen Geldbeutel schonen kann! Ihr findet darin jede Menge hilfreiche Tipps für den Alltag und zahlreiche Gutscheine, die für vergünstigtes Einkaufen sorgen und zum klimafreundlichen Handeln anregen.

Das Buch ist zur Zeit für acht Städte und Regionen erhältlich, gibt aber auch jede Menge allgemeingültige Tipps für diejenigen Leser, die nicht direkt im Einzugsgebiet eines der Bücher leben.

Die Klimasparbücher sind über den Buchhandel zu bekommen und kosten 4,95 Euro. Weitere Informationen erhaltet ihr über www.klimasparbuch.net!

Schaut euch unser Video an, um mehr dazu zu erfahren!

“Vegan backen für alle” von und mit Björn Moschinski

Bei unserem Besuch der Tölzer Veganveranstaltung “Tölzer Veg” hat sich Björn Moschinski mit uns über sein neues Backbuch unterhalten. “Vegan backen für alle”  ist erschienen im Südwest Verlag,  hat 176 Seiten voller köstlicher Ideen und kostet 19,99 Euro. Viel Spaß beim Backen!

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