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Projekt nachhaltig leben

Tag: nachhaltige Mode

Hautkleidung – Mode für Frauen mit empfindlicher Haut

Vor zwei Jahren habe ich Sabine Schmidt kennengelernt. Damals hat sie mir von ihren Plänen erzählt, ein eigenes Modelabel für Frauen mit empfindlicher Haut zu gründen. Nun ist es soweit und ich hatte die Gelegenheit, Sabine auf einer Messe zu treffen und mehr von ihrer ersten Kollektion zu erfahren.

Seit ihrem dritten Lebensjahr litt Sabine an einer starken Neurodermitis. Das heißt, ihre Mode ist wirklich eine Herzensangelegenheit – und wie ich finde, ein wichtiger Schritt zum Schließen einer Marktlücke. Denn der Kauf geeigneter Kleidung erweist sich für Allergiker als kompliziert, da die Massenware oft allergische Reaktionen, Hautreizungen usw. verursacht, da es keine Kennzeichnung der eingesetzten Stoffe und Chemikalien gibt. Bei Lebensmitteln und Kosmetika ist es gesetzlich vorgeschrieben, die Zutaten/Inhaltsstoffe auf der Verpackung anzugeben – bei Kleidung nicht.

Häufig wird die Allergie übrigens nicht durch das Textil selbst erzeugt, sondern durch die bei der Herstellung eingesetzten Pestizide, Farb- und Veredelungsstoffe. Auf bekannte Allergene wie Kobalt, das häufig in Färbemitteln vorhanden ist, sowie Chrom und Nickel bspw. in Knöpfen, Nieten und Reißverschlüssen verzichtet sie daher vollständig. Wichtig sind Sabine neben der hohen Qualität und Allergieneutralität der Stoffe, Farben und Materialien eine spezielle, hautfreundliche Verarbeitung ohne Zickzacknähte auf der Haut, Gummibänder oder geraffte Stoffe, die die Haut mechanisch reizen.

Was mir persönlich gefällt, sind natürlich die Aspekte, dass nur Bio-Baumwolle verwendet wird und die Stoffe auch GOTS-zertifiziert ist.

Richtig viele Infos zu ihrem Label Xaxiraxi, Neurodermitis, ihrem persönlichem Leidensweg und der Suche nach Linderung und Tipps, worauf man beim Kleidungskauf achten sollte gibt es natürlich auf Sabines Webseite.

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The Green Fashion Roadmap & Green Fashion Tours

Pünktlich zur Fashion Week haben wir einen Clip für Euch zum Thema nachhaltigem Shopping in Berlin. Immerhin gilt unsere Hauptstadt auch als Hauptstadt des Upcycling. Hier gibt es unzählig viele Möglichkeiten, nachhaltig und grün einzukaufen. Damit man nicht den Überblick verliert, hat der Upcycling Fashion Store zusammen mit Get Changed! eine so genannte Green Fashion Roadmap herausgebracht, auf der man das gesamte Berliner Angebot nach Stadtteilen präsentiert bekommt – schön gestaltet mit Läden, Showrooms und Änderungsateliers. Jeder Upcycling-Spot ist mit der Adresse, dem Konzept und der nächsten U-Bahnstation ausgestattet. Also genau das richtige, wenn man gerade ein bestimmtes Kleidungsstück sucht. Oder gerne eine richtige Shoppingtour mit grünem Gewissen machen möchte – aus den fast 30 Anlaufstellen lässt sich so ganz einfach eine eigene Route zusammenstellen.

Wer zu Besuch in der Stadt ist und sich nicht so auskennt oder keine Lust hat, selber eine Route auszuarbeiten, kann sich auch den geführten Touren anschließen, die von Guides von HolaBerlin und GetChanged! durchgeführt werden. Fünf verschiedene Touren durch Kreuzberg, Charlottenburg, Mitte, Friedrichshain und Neukölln finden jeden Freitag um 14 Uhr im Wechsel statt. Zur Fashion Week gibt es jeweils Sondertouren.

Weitere Infos bekommt ihr hier:

Upcycling Fashion Store

Green Fashion Tours

Visit Berlin

Arianna vom Upcycling Fashion Store war so lieb, mir ein Interview zur Green Fashion Roadmap und den Green Fashion Tours zu geben. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Schauen und ganz viel Freude beim Entdecken der nachhaltigen Modemöglichkeiten in Berlin. Über Fotos mit Eurer nachhaltigen Shoppingbeute freuen wir uns natürlich wie immer sehr!

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Vegane Schuhe

Heute beginnt in Berlin die Fashion Week, Grund genug für uns,  wieder ein Modethema zu posten. Ich lese ganz oft in Foren Fragen zu veganen Schuhen, deswegen möchten wir in unserem heutigen Video einmal die Gründe dafür nennen, warum Veganer auch vegane Schuhe tragen und warum man sich diese Schuhe “leisten” sollte. Sicherlich sind sie nicht so günstig wie aus den gängigen Schuhläden, die wir in Einkaufscentren finden.  Ich halte es mittlerweile nach der Devise, lieber einmal etwas mehr Geld in ein vernünftiges Paar Schuhe zu investieren anstatt andauernd ein neues Paar kaufen zu müssen, das vielleicht nur 20 Euro gekostet hat, dafür aber auch unbequem ist (ja, wir Mädels tragen manchmal auch Schuhe, die vielleicht nicht so bequem sind, so lange sie gut aussehen – davon kann auch ich mich hier nicht komplett frei sprechen…) oder halt eben nicht wirklich lange hält.

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Ich kaufe seit Jahren nichts neues mehr, außer, meine Sachen fallen auseinander – und das war bei meinen Schuhen mittlerweile der Fall. Zwei Paar vegane Treter habe ich mir gegönnt, einmal die sportliche Variante von der kalifornischen Marke Macbeth und einmal ein portugiesischer Stiefel aus Kork von nae, der mich schon seit Wochen immer wieder aus dem Avesu-Schaufenster angeflirtet hat und mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist.

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Sehr gerne möchte ich Euch auf die Webseite von Hansvurst verweisen, die sehr gut aufführt, welche Gründe für vegane Schuhe sprechen und zu einem Artikel des veganen Online-Portals Vegpool  – ich denke, allein der Verzicht auf giftige Substanzen sowohl für diejenigen, die die Schuhe herstellen als auch für diejenigen, die sie nachher tragen, ist ein überzeugender Punkt, wenn das Tierleid alleine nicht reicht. Und ich denke, die wenigsten von Euch haben Lust auf Lederschuhe aus China, bei denen man nicht weiß, ob man dort jetzt Hund oder Katze oder was auch immer trägt.  Selbst in Frankreich sollen tausende von Katzen für den Fellhandel gestohlen werden. Eine Kennzeichnung für Fell- und Lederwaren ist in Deutschland nämlich keine Pflicht. Der Verbraucher kann mal wieder nicht nachvollziehen, was er da überhaupt trägt. Leider wie so oft.

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Viel Spaß beim Schauen des Videos und ich hoffe, wir konnten Euch dazu anregen, beim nächsten Schuhkauf auf die vegane Variante zurück zu greifen, den Tieren, den Menschen und der Umwelt zuliebe. Wie ihr seht, haben uns das Schuhshooting und die Schuhe bisher viel Spaß bereitet!

 

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Hilfe im Siegelwald

Wann habt ihr euch das letzte Mal so ein richtiges Klamotten-Schnäppchen gekauft? Wie viel Geld hat die letzte Jeans oder das gerade erstandene T-Shirt gekostet?
Die Freude darüber werden wir jetzt ein wenig trüben, denn Billig-Mode – das können sich vermutlich die meisten selber denken – kann nur deshalb billig sein, weil Textilarbeiter dafür ausgebeutet und unsere Umwelt und Gesundheit stark belastet werden. Und trotzdem muss Shoppen nicht zur freudlosen Angelegenheit werden, denn wer ohne schlechtes Gewissen einkaufen möchte, dem zeigen wir jetzt, wie er sicher sein kann, dass er Naturtextilien in der Einkaufstasche nach Hause trägt, dass die Arbeiter zu fairen Löhnen gearbeitet haben und dass die erstandene Kleidung nicht krank macht, sondern nach höchsten Ansprüchen an die textile Ökologie hergestellt worden ist.
Ein Kleidungsstück reist durchschnittlich 19.000 Kilometer durch die Welt. Dass ein Kleidungsstück, dessen Baumwolle aus den USA kommt, die wiederum in der Türkei gereinigt und gesponnen wurde, auf den Philippinen zusammengenäht und in Bulgarien gefärbt wurde, nicht nach ökologischen und sozialverträglichen Gesichtspunkten hergestellt worden sein kann, dass es sich nicht um ein hochwertiges Produkt handeln kann, wenn es nur fünf Euro kostet, liegt eigentlich auf der Hand. Natürlich tragen die Kosten der günstigen Kleidung diejenigen, die sie herstellen. Mit Löhnen, von denen sie ihre Familien nicht ernähren können und dafür lange Stunden in Fabriken mit giftigen Chemikalien arbeiten.

Außerdem möchten wir zur Slow-Fashion aufrufen!
Wer Secondhand einkauft, muss nicht automatisch auf schöne, hochwertige oder gut erhaltene Kleidung verzichten! Auch beim Kleidertausch findet man oft ungeahnte Lieblingsteile und verhilft den eigenen abgelegten Stücken zum Weiterleben. Und ökologisch betrachtet ist es der wesentlich sinnvollere Umgang mit Kleidung! Wir möchten in Zukunft immer wieder in der Kategorie Fashion darüber berichten, wie man nachhaltig und fair Spaß an Mode haben kann.

Den Auftakt gibt diese Woche ein Interview mit Heike Scheuer vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.

Unter www.naturtextil.de könnt ihr mehr über das Siegel und seine Kriterien erfahren. Hier ein paar im ersten Überblick:

  • 100% Naturfasern
  • keine gefährlichen Substanzen
  • Bleichen nur mit Sauerstoff, nicht mit Chlor oder Wasserstoffperoxid, Natronlauge oder Tensiden
  • Sozialstandards werden eingehalten (diese orientieren sich an den Kernnormen der International Labour Organisation (ILO): Es gibt keine Zwangsarbeit oder Sklavenarbeit, Vereinigungsfreiheit und Recht auf Tarifverhandlungen werden respektiert, die Arbeitsbedingungen sind sicher und hygienisch, es wird keine Kinderarbeit verrichtet, es werden existenzsichernde Löhne gezahlt, es gibt keine überlangen Arbeitszeiten, es erfolgt keine Diskriminierung, den Arbeitern wird eine reguläre Anstellung angeboten und grobe oder inhumane Behandlung ist nicht erlaubt.)

 

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