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Projekt nachhaltig leben

Tag: Upcycling

Fast Fashion-Ausstellung in Berlin

“1/5 aller CO2-Ausstöße weltweit entstehen durch die Textil- und Bekleidungsbranche. Das ist mehr als durch den Schifffahrts- und den Flugverkehr. Das heißt also, es müsste parallel zur Flugscham auch eine Kleiderscham geben.”

Heute gibt es einen kleinen Veranstaltungstipp von mir. Das Museum Europäischer Kulturen in Berlin hat bis zum 20. August 2020 die Sonderausstellung “Fast Fashion – Die Schattenseite der Mode” im Programm. Immer wieder mal habe ich für ve lové Tauschpartys besucht oder mit spannenden Interviewpartnern über Fast Fashion und die Slow Fashion-Bewegung gesprochen. Auf der großen Klimademo in Berlin bin ich im Modeblock mitgelaufen, denn die Fast Fashion-Industrie trägt einen riesigen Anteil am Klimawandel. Ich finde es klasse, dass sich eine komplette Ausstellung diesem wichtigen Thema widmet und aufzeigt, welche tollen Projekte es in Berlin gibt und was jeder einzelne tun kann, um nachhaltiger Mode zu konsumieren.

In den kommenden Wochen und Monaten gibt es ein tolles Rahmenprogramm zur Ausstellung. Auch hier finde ich klasse, dass das Museum die Besucher so stark einbindet und zum Mitmachen anregt. Regelmäßig finden Führung durch die Ausstellung statt, am 24. November gibt es von 13 – 18 Uhr einen kompletten

Thementag Reduce Reuse Recycle:

13 – 16 Uhr gibt es eine Kleidertauschbörse des Berlin Clothing Swap.

13 – 17 Uhr eine offene Werkstatt für faire Weihnachtsgeschenke. Makerist zeigt, wie aus alten T-Shirts schicke Geschenke entstehen.

13:30 Akteure des Forum Waschen zeigen, wie man ressourcenschonend wäscht und so die Umwelt entlastet.

15:30 Ein Gespräch mit Alf Tobias Zahn vom Ratgeber “Einfach anziehend”. Mit Alf habe ich in diesem Jahr schon ein Interview zu seinem Buch geführt.

An jedem ersten Sonntag im Monat findet eine Offene Werkstatt bzw. ein RepairCafé statt. Dort bekommt ihr Hilfe, um kleinere Reparaturen an Kleidungsstücken durchzuführen. Regelmäßig findet aber auch der Workshop “Zu schade für die Tonne” statt. Zum Beispiel am 17.11. oder 15.12. Alte Kleidungsstücke und Dinge einfach wegwerfen? Das muss nicht sein. Mit Hilfe von Expert*innen werden aus ausrangierten Teilen neue Lieblingsstücke mit einer besonderen Note gestaltet. Professionelle Modedesigner*innen geben Tipps und stehen mit Schere und Nadel bei der Umsetzung zur Seite.

Kurz vor Weihnachten gibt es dann einen Workshop, in dem aus ausrangierten Kleidungsstücken Weihnachtsschmuck genäht wird. 15.12., 15 – 18 Uhr.

Am 21. März 2020 gibt es eine Spezialführung: einen Ausstellungsbesuch und eine anschließende Tour zu nachhaltigen Modeläden in Berlin Schöneberg mit Green Fashion Tours. Vor vier Jahren habe ich ein Interview mit Green Fashion Tours geführt.

Das komplette Begleitprogramm findet ihr auch online. Schaut einfach auf der Webseite des MEK vorbei.

Vielleicht sehe ich ja den einen oder anderen von Euch!

Nachgefragt! Nachhaltiges Hundezubehör

Kinga Rybinska fertigt nachhaltiges Hundezubehör in Handarbeit. Die Produkte sind nicht nur wunderschön, sondern auch praktisch, allesamt leicht zu waschen und komplett ohne Plastik. Kinga arbeitet mit Stoffresten und anderen Materialien, die sie zweckentfremdet und zu schönen Hundedecken, Hundekissen, Leinen oder Spielzeug verarbeitet. Dadurch nutzt sie Ressourcen nachhaltig und produziert Produkte mit einem langen Wert – denn ihr wisst ja, wer billig kauft, kauft zwei Mal. Stöbert doch mal in ihrem Shop Second Hound – ihr werdet bestimmt was schönes für Euren Liebling finden. In unserem Interview stellt Kinga ihre Bestseller vor.

The Green Fashion Roadmap & Green Fashion Tours

Pünktlich zur Fashion Week haben wir einen Clip für Euch zum Thema nachhaltigem Shopping in Berlin. Immerhin gilt unsere Hauptstadt auch als Hauptstadt des Upcycling. Hier gibt es unzählig viele Möglichkeiten, nachhaltig und grün einzukaufen. Damit man nicht den Überblick verliert, hat der Upcycling Fashion Store zusammen mit Get Changed! eine so genannte Green Fashion Roadmap herausgebracht, auf der man das gesamte Berliner Angebot nach Stadtteilen präsentiert bekommt – schön gestaltet mit Läden, Showrooms und Änderungsateliers. Jeder Upcycling-Spot ist mit der Adresse, dem Konzept und der nächsten U-Bahnstation ausgestattet. Also genau das richtige, wenn man gerade ein bestimmtes Kleidungsstück sucht. Oder gerne eine richtige Shoppingtour mit grünem Gewissen machen möchte – aus den fast 30 Anlaufstellen lässt sich so ganz einfach eine eigene Route zusammenstellen.

Wer zu Besuch in der Stadt ist und sich nicht so auskennt oder keine Lust hat, selber eine Route auszuarbeiten, kann sich auch den geführten Touren anschließen, die von Guides von HolaBerlin und GetChanged! durchgeführt werden. Fünf verschiedene Touren durch Kreuzberg, Charlottenburg, Mitte, Friedrichshain und Neukölln finden jeden Freitag um 14 Uhr im Wechsel statt. Zur Fashion Week gibt es jeweils Sondertouren.

Weitere Infos bekommt ihr hier:

Upcycling Fashion Store

Green Fashion Tours

Visit Berlin

Arianna vom Upcycling Fashion Store war so lieb, mir ein Interview zur Green Fashion Roadmap und den Green Fashion Tours zu geben. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Schauen und ganz viel Freude beim Entdecken der nachhaltigen Modemöglichkeiten in Berlin. Über Fotos mit Eurer nachhaltigen Shoppingbeute freuen wir uns natürlich wie immer sehr!

Upcycling-Weihnachtsmarkt – eine andere Art zu Schenken

Jedes Jahr zu Weihnachten treibt uns wieder die Frage aller Fragen um: Was sollen wir bloß verschenken! Über 200 Euro wird bis zum Heiligen Abend im Durchschnitt jeder Deutsche für Geschenke ausgegeben haben – überwiegend für neu produzierte Dinge. Um dem Shopping-Rummel und dem ausufernden Neukauf-Rausch etwas entgegenzusetzen, möchten wir euch eine Alternative vorstellen: Second Hand- oder Upcycling-Produkte aus Materialien, die ansonsten auf dem Müll gelandet wären, im neuen Gewand aber ein zweites Leben bekommen, sind sinnvoll für die Umwelt, nachhaltig und eine Freude unter’m Weihnachtsbaum.

Wir haben uns auf einem Berliner Markt für Upcycling- und Second Hand umgeschaut und zeigen euch ein paar Beispiele, welche Möglichkeiten des etwas anderen Schenkens es gibt. Wer mehr dazu erfahren möchte, der kann sich auch bei den Veranstaltern unter www.oldthing.de informieren. Und wer vor Weihnachten keine Gelegenheit mehr findet, sich auf einem Upcycling-Markt umzuschauen, der kann sich sicher sein, dass auch im restlichen Jahr das Kaufen und Benutzen wiederverwendeter oder gebrauchter Dinge sinnvoll ist!

Wen wir neugierig gemacht haben: Die Hüte und Mützen aus Kaffeesäcken sind erhältlich bei www.feinehuete.eu, die Taschen und Täschchen aus LKW-Plane sind von www.gazpachostore.com, und die in alten Platten gebundenen Notizbücher sind über wie_nyl@arcor.de erhältlich!

Wir wünschen euch viel Spaß beim nachhaltigen Geschenke-Shopping und eine schöne Weihnachtszeit!

Nachgefragt! Ein Interview mit Marie Schütz von TerraCycle

Müll abschaffen – das ist die Mission, die sich TerraCycle auf die Fahne geschrieben hat! Mit speziellen Abfall-Sammelprogrammen sorgt das Unternehmen nämlich dafür, dass Müll, der bislang nicht oder nur sehr schwer recycelt werden konnte, ein zweites Leben bekommt!

Ob leere Schreibutensilien, Zahnpflegeprodukte oder sogar Zigarettenstummel: all diese Dinge müssen nicht in der Verbrennungsanlage landen, sondern können zu Parkbänken, Spielplatzrutschen oder Gießkannen recycelt, beziehungsweise zu Taschen, Lampen und Co. upcycelt werden!

Und jeder kann mitmachen!

Einfach unter www.terracycle.de anmelden, ein Sammelprogramm auswählen und los sammeln! Wer eine ansehnliche Menge beisammen hat, der druckt sich einfach kostenlos eine Versandmarke aus und schickt das Ganze an TerraCycle. Die kümmern sich dann darum, dass aus eurem Müll neue, nachhaltige Produkte entstehen. Für jedes Zahnpflegeprodukt, genauso wie für jedes Produkt aus dem Stifte-Sammelprogramm werden außerdem TerraCycle-Punkte gutgeschrieben, die in eine Bargeldspende an einen gemeinnützigen Zweck der eigenen Wahl umgewandelt werden können.

Wenn ihr mehr erfahren möchtet, dann schaut euch unser Interview mit Marie Schütz, PR Managerin von TerraCycle, an. Bei ihr haben wir “Nachgefragt!” und uns alles genau erklären lassen!

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