Am letzten Augustwochenende hat das Vegan Vegetarische Sommerfest in Berlin stattgefunden. Neben vielen Info- und leckeren Imbissständen gab es zahlreiche Acts auf der Bühne und ein spannendes Programm im Aktionszelt. Leider konnten wir nicht das komplette Fest für Euch dokumentieren, aber wir waren fleißig und haben viele interessante und informative Interviews für Euch geführt. Über die nächsten Wochen werden wir nach und nach alle Gespräche hier posten.
Freuen könnt ihr Euch unter anderem auf folgende Themen:
Das Problem Palmöl / BOS Borneo Orang Utan Survival Deutschland
Los geht’s mit einem kleinen Überblick übers Fest, bei dem wir Björn Moschinski und Patrik Baboumian getroffen haben. Viel Spaß damit und wir hoffen, dass wir Euch Lust auf das Vegan Vegetarische Sommerfest machen konnten und ihr nächstes Jahr mitfeiert auf dem Berliner Alexanderplatz!
Die Idee zum Rezept haben wir aus dem Buch „Echt vegan kochen“ vom Münchner Koch und Foodstylisten Michael Koch. Auf 224 Seiten findet ihr über 125 Rezepte. Vorab wird in die Basics des veganen Genusses eingeführt, unter anderem mit Austauschtabellen für Produkte tierischen Ursprungs. Also auch perfekt für Neulinge geeignet. Es sind viele unkomplizierte Ideen dabei, aber auch mal aufwendigere Ideen für anstehende Feste.
Das Buch kostet 9,95 Euro und ist im Zabert Sandmann-Verlag erschienen.
Wie kann man sich ganz leicht den Sommer noch ein bisschen schöner gestalten? Mit ein paar einfachen DIY-Ideen zum Nachmachen!
In diesem Video verraten wir euch unsere TOP 3 für den Sommer: alles zum Selbermachen und ganz einfach – versprochen!
TOP 1: Ein Eis der etwas anderen Art – mit Äpfeln und Frischkäse!
Die Zutaten:
2 säuerliche Äpfel
1 EL Zitronensaft
100g Kräuterfrischkäse oder vegane Kräuterstreichcreme
50g gemahlene Mandeln
1 Prise Muskatnuss
TOP 2: Blumige Eiswürfel
TOP 3: Foto-Windlichter
Schaut rein und lasst euch inspirieren!! Natürlich freuen wir uns auch über eure Anregungen! Habt ihr Ideen, was wir gerne für euch basteln sollen? Dann schreibt uns!
Heute kommt der zweite Teil über Textilsiegel. Wir haben uns sehr gefreut, sowohl mit Frau Scheuer von Naturtextil als auch mit Frau Kersten von GOTS drehen zu dürfen. Das GOTS-Siegel dürfte Euch wahrscheinlich schon öfter über den Weg gelaufen sein, im Interview erfahrt ihr, was es damit auf sich hat.
GOTS – das ist der Global Organic Textile Standard und nicht Global Textile Standard wie ich ihn fälschlicherweise im Interview abgekürzt habe. Ahem…
Die Vision von GOTS ist, dass Bio-Textilien zu einem wesentlichen Teil des Alltags werden, die das Leben der Menschen verbessern und der Umwelt zugute kommen.
Auf der GOTS-Webseite findet ihr alle Informationen zum Siegel, vielmehr aber könnt ihr auch in einer Datenbank surfen und schauen, wo es GOTS-zertifizierte Produkte zu kaufen gibt beziehungsweise welche Hersteller zertifiziert sind. Das Ganze ist nach Kategorien unterteilt, so dass ihr schnell weltweit fündig werdet. Mir hat diese Suchfunktion schon oft geholfen.
Wann habt ihr euch das letzte Mal so ein richtiges Klamotten-Schnäppchen gekauft? Wie viel Geld hat die letzte Jeans oder das gerade erstandene T-Shirt gekostet?
Die Freude darüber werden wir jetzt ein wenig trüben, denn Billig-Mode – das können sich vermutlich die meisten selber denken – kann nur deshalb billig sein, weil Textilarbeiter dafür ausgebeutet und unsere Umwelt und Gesundheit stark belastet werden. Und trotzdem muss Shoppen nicht zur freudlosen Angelegenheit werden, denn wer ohne schlechtes Gewissen einkaufen möchte, dem zeigen wir jetzt, wie er sicher sein kann, dass er Naturtextilien in der Einkaufstasche nach Hause trägt, dass die Arbeiter zu fairen Löhnen gearbeitet haben und dass die erstandene Kleidung nicht krank macht, sondern nach höchsten Ansprüchen an die textile Ökologie hergestellt worden ist.
Ein Kleidungsstück reist durchschnittlich 19.000 Kilometer durch die Welt. Dass ein Kleidungsstück, dessen Baumwolle aus den USA kommt, die wiederum in der Türkei gereinigt und gesponnen wurde, auf den Philippinen zusammengenäht und in Bulgarien gefärbt wurde, nicht nach ökologischen und sozialverträglichen Gesichtspunkten hergestellt worden sein kann, dass es sich nicht um ein hochwertiges Produkt handeln kann, wenn es nur fünf Euro kostet, liegt eigentlich auf der Hand. Natürlich tragen die Kosten der günstigen Kleidung diejenigen, die sie herstellen. Mit Löhnen, von denen sie ihre Familien nicht ernähren können und dafür lange Stunden in Fabriken mit giftigen Chemikalien arbeiten.
Außerdem möchten wir zur Slow-Fashion aufrufen!
Wer Secondhand einkauft, muss nicht automatisch auf schöne, hochwertige oder gut erhaltene Kleidung verzichten! Auch beim Kleidertausch findet man oft ungeahnte Lieblingsteile und verhilft den eigenen abgelegten Stücken zum Weiterleben. Und ökologisch betrachtet ist es der wesentlich sinnvollere Umgang mit Kleidung! Wir möchten in Zukunft immer wieder in der Kategorie Fashion darüber berichten, wie man nachhaltig und fair Spaß an Mode haben kann.
Den Auftakt gibt diese Woche ein Interview mit Heike Scheuer vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.
Unter www.naturtextil.de könnt ihr mehr über das Siegel und seine Kriterien erfahren. Hier ein paar im ersten Überblick:
100% Naturfasern
keine gefährlichen Substanzen
Bleichen nur mit Sauerstoff, nicht mit Chlor oder Wasserstoffperoxid, Natronlauge oder Tensiden
Sozialstandards werden eingehalten (diese orientieren sich an den Kernnormen der International Labour Organisation (ILO): Es gibt keine Zwangsarbeit oder Sklavenarbeit, Vereinigungsfreiheit und Recht auf Tarifverhandlungen werden respektiert, die Arbeitsbedingungen sind sicher und hygienisch, es wird keine Kinderarbeit verrichtet, es werden existenzsichernde Löhne gezahlt, es gibt keine überlangen Arbeitszeiten, es erfolgt keine Diskriminierung, den Arbeitern wird eine reguläre Anstellung angeboten und grobe oder inhumane Behandlung ist nicht erlaubt.)
Habt ihr schon Eure Sommerlektüre gefunden oder könnt ihr noch einen Tipp gebrauchen? Hier kommt unser Vorschlag – „Bin ich blöd und fahr in Urlaub?“ fragt sich Autor Falko Löffler und gibt auch gleich die Antwort: Zuhausebleiben ist der beste Trip. Auf 240 Seiten, aufgeteilt in 14 Kapitel mit Titeln wie „Reiseverweigerung ist Wellness“, gibt er Anleitung dazu, wie man ein perfekter Stubenhocker wird und bleibt. Er zeigt Wege auf, wie man Reisen im Idealfall vermeidet und wenn man doch mal los muss, wie man sie überlebt. Eine Leküre, die sicherlich nicht ganz bierernst zu nehmen ist und doch Recht behält, wenn man gerade im Kilometer langen Stau steht und in den Seiten blättert. Oder mal wieder in der Bahn feststeckt bei der Hitze. Oder die Zimmernachbarn mal gerade wieder viel zu laut sind.
Mir hat das Lesen Spaß gemacht, ich muss aber auch dazu sagen, dass Falko Löffler nicht erreicht hat, dass ich jetzt zum Stubenhocker werde. Ganz im Gegenteil, manche seiner skurrilen Einfälle würde ich gerne mal in real ausprobieren. Ernst zu nehmen ist der Autor aber in jedem Fall – ein Interview mit ihm haben wir nicht bekommen, da er tatsächlich nicht gerne reist und somit eine Reise nach Berlin eine reine Tortur für ihn wäre.
Im Wust der unzähligen Reiseführer finde ich dieses Anti-Reisebuch sehr erfrischend. Wie hat es bei Euch gewirkt? Hat Falko Löffler neue Mitglieder für seine Stubenhocker-Community dazugewinnen können? Wir sind gespannt auf Eure Meinungen.
Wir verlosen drei Ausgaben von „Bin ich blöd und fahr in Urlaub“. Hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Video. Ein großes Dankeschön an die Agentur „Literaturtest“ für die Verlosungsexemplare!