Dieses Rezept wurde auf unserer ve lové facebook-page gepostet und natürlich haben wir es sofort ausprobiert. Für die veganen Baiser benötigt ihr:

  • die Flüssigkeit von einer Dose Kichererbsen
  • Zucker
  • Vanilleextrakt

Das Originalrezept findet ihr auf dem amerikanischen Blog Slate. Grundsätzlich finde ich die Idee wirklich grandios, Kichererbsenflüssigkeit (aquafaba) für Baisers zu verwenden. Zum einen, weil daher ein Nebenprodukt nicht in den Abfluss gekippt, sondern sinnvoll weiterverwendet wird. Zum anderen, weil es dadurch wirklich eine Möglichkeit gibt, auf veganem Weg Baisers und Torten mit Baiser herzustellen. Jedoch habe ich das Gefühl, dass man für die perfekte Konsistenz tatsächlich eine Küchenmaschine benötigt, die viel besser unterheben kann, als wenn man das selber mit dem Mixer versucht. Geschmacklich waren meine Baiser wirklich absolut am Original dran und super-lecker. Jedoch war die Masse nicht fest genug und nach gut zwei Stunden sind die Baiser wieder in sich zusammen gefallen. Ich schiebe es auf die Küchenmaschine. Da ich sowieso plane, mir eine zuzulegen, werde ich das Rezept dann nochmal mit der Hilfe einer Küchenmaschine ausprobieren.

Vielleicht hätte ich die Baiser auch noch länger im Backofen trocknen lassen sollen, als es im Rezept angegeben wurde. Oder ich hätte Puderzucker an Stelle von regulärem Zucker verwenden sollen, wie der deutsche Blog kochtrotz vorschlägt. Sie verwenden auch ein Bindemittel (Xanthan, Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl), was ich beim nächsten Mal auch ausprobieren werde. Vielleicht liegt die Lösung in beidem, Bindemittel und Küchenmaschine. Die Blogger von kochtrotz haben eine Küchenmaschine verwendet und schreiben auch, dass die Masse ohne Bindemittel in sich zusammenfällt – was mein Desaster erklärt. Komisch, dass es bei den Amerikanerinnen ohne Bindemittel funktioniert hat – aber man sieht auch in ihrem Video, wenn sie in die Baiser beißen, dass sie recht weich im Inneren sind.

Grundsätzlich habe ich gelesen, dass Baiser eher die trockenen, festen Süßigkeiten sind, die wir aus den deutschen Bäckereien kennen und Meringues sowieso vom Rezept her auch weich sein können. Auf Grundlage dieses Rezeptes können also nicht nur die harten Baiser, sondern auch Mousse au Chocolat, Kuchen mit Baiserhaube, lockere Käsekuchen, Schaumküsse, Marshmallows und Marshmallow Fluff hergestellt werden. Und da kann ich voll zustimmen – meine aufgeweichten Baiser hatten nachher sowohl die Konsistenz als auch den Geschmack von Marshmallows.

Ich werde mich der Herausforderung stellen, irgendwann Meisterin in Sachen Kichererbsenwasser-Schaum zu sein und sowohl perfekte Baiser als auch Kuchen mit Baiserhaube hinzubekommen und mich vielleicht mal an Schaumküsse und richtige Marshmallows ranzuwagen. Vielen Dank nochmal an Emma für den Post und die Anregung. Faszinierend, was man aus Kichererbsenwasser zaubern kann.

Ich freue mich über Eure Kommentare, Anregungen und Tipps in Sachen vegane Baiser – vielleicht klappt es bei Euch besser und ihr könnt mir verraten, woran es bei meinem Versuch gescheitert ist.  Es gibt übrigens eine komplette facebook-Gruppe zum Thema “Vegane Meringue – Hits and Misses” und da fühle ich mich doch gleich besser. Wenn es für die Zubereitung und dem Scheitern bei der Herstellung des veganen Schness eine eigene Seite gibt, kann ich mich nicht komplett doof angestellt haben. 😉 Es besteht Hoffnung!

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