Knoblauch ist nicht gleich Knoblauch. Das habe ich nun beim Besuch bei Knofi und so gelernt. Wer hätte gedacht, dass ich mich mal im Hochsommer auf einem Knoblauchfeld rumtreiben würde? Ich fand den Besuch bei Wina und Jonas hochspannend, habe doch einiges über die Wunderknolle gelernt und weiß sie nun noch mehr zu schätzen als vorher schon. Die gesundheitsfördernde Wirkung ist gemeinhin bekannt, so hat er antibakterielle und antibiotische Wirkung. Er verbessert den Bluttransport und enthält Vitamin C, B und A.

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Ausgerechnet der gesunde Inhaltsstoff des Knoblauchs, das Allicin (chemisch: Diallyldisulfidoxid), ist im weiteren Sinne für den unangenehmen Geruch nach dem Knoblauchverzehr verantwortlich. Dem Stoff, der beim Schneiden und Pressen von Knoblauch entsteht, werden antibakterielle, entzündungshemmende und Blutfett-senkende Wirkungen nachgesagt. Auch antithrombotische Effekte wurden in Laborversuchen nachgewiesen. Unter Sauerstoff zerfällt Allicin in weitere Schwefelverbindungen, die dann zu dem typischen Knoblauchgeruch führen. Das ist aber nicht meine größte Sorge, bei der Vorbereitung des Interviews bin ich darauf gestoßen, dass Pestizide und Schimmelpilze ein Problem sein könnten – gerade bei Produkten aus China. Und unser Knoblauch aus dem Supermarkt kommt größtenteils aus Spanien und China und nicht vom Feld aus Hessen.

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Ich überlege ernsthaft, das Experiment zu wagen, Knoblauch auf meinem Balkon wachsen zu lassen – damit ich meinen eigenen frischen habe.  Eingedeckt habe ich mich mit leckerem Aioli von Wina und ein paar Knollen. Schön, dass Wina und Jonas sich so dem regionalen Anbau verschrieben haben. Wenn ihr in der Gegend unterwegs seid, lohnt es sich auf jeden Fall bei ihnen vorbeizuschauen und sich mit Leckereien einzudecken!