Für meine heutige Buchvorstellung habe ich einen Talkgast gewinnen können, der sich selbst für anderes Wohnen in der Stadt einsetzt. Einen besseren Gesprächspartner für dieses Thema hätte ich also nicht haben können, abgesehen natürlich vom Autor Daniel Fuhrhop selbst. Herausgekommen ist, wie ich finde, eine Buchbesprechung mit interessanten Thesen und der Frage, wie man glücklich werden kann durch Wohnen. Gedanken über Wohnlegasteniker, Eigentum, Mobilität, Konsum, Wachstum, Besitz, individuelle Gesellschaft, Stigmatisierung und Wohnoptionen, um nur ein paar Schlagwörter zu nennen. Und warum ich eine Allgemeinwohnarbeiterin bin und einen türkisen Parkausweis verdienen würde, findet ihr in diesem Gespräch auch heraus. Vor Ort in der Tiny Town Urania habe ich live erleben können, dass das Interesse – sowohl an alternativen Wohnmöglichkeiten als auch am Buch – groß ist.

Der Ratgeber ist gespickt mit interessanten Fakten und Ideen. Wenn es jeder schaffen würde, ein Zehntel weniger Fläche zu verbrauchen, könnten vier Millionen Wohnungen frei werden. Platz für zehn Millionen Menschen, so Fuhrhop. Pro Person beträgt die Wohnfläche in Deutschland im Schnitt 45 Quadratmeter, da liege ich zum Glück erheblich drunter.

Cirka 2 Millionen Wohnungen stehen in Deutschland leer – ein interessanter Aspekt, für den Fuhrhop viele Lösungsansätze bietet. Schaut mal rein, vielleicht ist für Euch auch die passende Idee dabei.

Daniel Fuhrhop – Einfach anders wohnen

128 Seiten, oekom verlag München, 2018
ISBN-13: 978-3-96238-016-8

14 Euro, auch als E-Book erhältlich