Dieses Mal nehmen wir Euch mit auf Geschäftsreise. Ich zeige Euch, was ich mitnehme, wenn es auf Reisen geht und natürlich schauen wir, wie gut es unterwegs klappt mit der veganen Verpflegung. Sowohl in Budapest, als auch in Madrid und Dublin gibt es vegetarische und vegane Restaurants, aber in der kurzen Mittagspause mit dem gesamten Team dahin zu gehen, war zeitlich einfach nicht drin. Obwohl ich erwartet habe, in den Fleischnationen Ungarn und Spanien schlecht satt zu werden, hat es gerade in Budapest sehr gut geklappt.
Ein wirklich sehr gutes Menü für umgerechnet 11 Euro gab es im Lacipecsenye, dass eigentlich ein kompletter Fleischtempel ist. Trotzdem haben sie extra für mich ein Dreigangmenü kreiert und nehmen sich dafür Zeit, so lange bei ihnen nicht gerade jeder einzelne Tisch besetzt ist und so richtig Stress herrscht. Und selbst im Touristenviertel haben wir richtig gut gegessen. Was nehmt ihr denn mit, wenn ihr beruflich unterwegs seid? Oder was sind Eure Tipps, wie man sich am besten durchschlägt?
Nach dem vielen Geschlemme zur Weihnachtszeit hat der eine oder andere unter Euch so langsam bestimmt wieder Lust auf einen leckeren Kuchen am Wochenende – Anlässe gibt es ja zu Genüge. Heute zeigen wir Euch eine leckere Mandarinen-Orangen-Torte, das Rezept stammt zwar aus Katharina Kuhlmanns Weihnachtsbäckerei, aber Mandarinen und Orangen sind ja jetzt auch noch in den Läden erhältlich.
Ihr braucht:
400g Mehl Type 550
200g feiner Backzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
1 EL Christstollengewürz (Lebkuchengewürz geht auch, das habe ich verwendet)
100g weiße vegane Schokolade
200ml Rapsöl
100ml Sojamilch oder Dinkelmilch
10ml Rum (ich habe Rumaroma verwendet)
Saft von 1 Orange
10 Mandarinen
1 EL Orangeat
1 EL Zitronat
5 EL Puderzucker
Backzeit: 50 Minuten bei 170 Grad (Umluft 150 Grad)
Heute beginnt in Berlin die Fashion Week, Grund genug für uns, wieder ein Modethema zu posten. Ich lese ganz oft in Foren Fragen zu veganen Schuhen, deswegen möchten wir in unserem heutigen Video einmal die Gründe dafür nennen, warum Veganer auch vegane Schuhe tragen und warum man sich diese Schuhe „leisten“ sollte. Sicherlich sind sie nicht so günstig wie aus den gängigen Schuhläden, die wir in Einkaufscentren finden. Ich halte es mittlerweile nach der Devise, lieber einmal etwas mehr Geld in ein vernünftiges Paar Schuhe zu investieren anstatt andauernd ein neues Paar kaufen zu müssen, das vielleicht nur 20 Euro gekostet hat, dafür aber auch unbequem ist (ja, wir Mädels tragen manchmal auch Schuhe, die vielleicht nicht so bequem sind, so lange sie gut aussehen – davon kann auch ich mich hier nicht komplett frei sprechen…) oder halt eben nicht wirklich lange hält.
Ich kaufe seit Jahren nichts neues mehr, außer, meine Sachen fallen auseinander – und das war bei meinen Schuhen mittlerweile der Fall. Zwei Paar vegane Treter habe ich mir gegönnt, einmal die sportliche Variante von der kalifornischen Marke Macbeth und einmal ein portugiesischer Stiefel aus Kork von nae, der mich schon seit Wochen immer wieder aus dem Avesu-Schaufenster angeflirtet hat und mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist.
Sehr gerne möchte ich Euch auf die Webseite von Hansvurst verweisen, die sehr gut aufführt, welche Gründe für vegane Schuhe sprechen und zu einem Artikel des veganen Online-Portals Vegpool – ich denke, allein der Verzicht auf giftige Substanzen sowohl für diejenigen, die die Schuhe herstellen als auch für diejenigen, die sie nachher tragen, ist ein überzeugender Punkt, wenn das Tierleid alleine nicht reicht. Und ich denke, die wenigsten von Euch haben Lust auf Lederschuhe aus China, bei denen man nicht weiß, ob man dort jetzt Hund oder Katze oder was auch immer trägt. Selbst in Frankreich sollen tausende von Katzen für den Fellhandel gestohlen werden. Eine Kennzeichnung für Fell- und Lederwaren ist in Deutschland nämlich keine Pflicht. Der Verbraucher kann mal wieder nicht nachvollziehen, was er da überhaupt trägt. Leider wie so oft.
Viel Spaß beim Schauen des Videos und ich hoffe, wir konnten Euch dazu anregen, beim nächsten Schuhkauf auf die vegane Variante zurück zu greifen, den Tieren, den Menschen und der Umwelt zuliebe. Wie ihr seht, haben uns das Schuhshooting und die Schuhe bisher viel Spaß bereitet!
Wie gut, dass unser Blog den Untertitel „Projekt nachhaltig leben“ trägt und nicht „Wir wissen schon, wie’s geht“. Bei diesem Video ist mir ein faux pas passiert, der sehr schön illustriert, das wir uns mit unserem Blog auf einer Reise befinden, die uns täglich dazulernen lässt. Passend zum Weihnachtsfest präsentieren wir Euch eine leckere Spekulatiuscremetorte, die eigentlich eine Lebkuchencremetorte werden sollte.
Ich bin eine absolute ab-und-an-Bäckerin, dementsprechend verblüfft war ich, schon Ende November vor leeren Gewürzregalen zu stehen. So wurde aus meiner Lebkuchencreme- eine Spekulatiuscremetorte, die auch sehr lecker schmeckt. Mein faux pas passierte jedoch an einem anderen Regal – auf der Suche nach Back- und Puddingpulver habe ich lediglich darauf geachtet, dass die Produkte keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten. Isabell hat mich dann entsetzt darauf hingewiesen, dass ich Dr. Oetker-Produkte verwendet habe, anstatt Bio. Ehrlich gesagt, habe ich bei so einem Backpulver nicht damit gerechnet, dass das einen großen Unterschied macht. Also habe ich mich an die Recherche gesetzt und herausgefunden, warum man definitiv NICHT zu den handelsüblichen Backmittelchen greifen sollte:
Handelsübliches Backpulver enthält Natriumhydrogencarbonat (Natron), welches in Verbindung mit einer Säure – oft Dinatriumdihydrogendiphosphat oder Monocalciumorthophosphat – die gewünschte Reaktion zeigt. Künstliche Phosphate stehen im Verdacht, die Entstehung von Krebs zu fördern. Mmh, genau eben dieses Diphosphat befindet sich in den Produkten von Dr. Oetker. Dementsprechend verwendet doch bitte für Eure Variante der Spekulatius- oder Lebkuchencremetorte Bioprodukte oder stellt Euer Backpulver selber her – Maria vom Blog Widerstandistzweckmaessig zeigt, wie das ganz einfach geht.
Und hier jetzt aber das Rezept der leckeren Weihnachtstorte:
300 g Mehl
200g gemahlene Haselnüsse
140g extrafeiner Backzucker
4 EL Backzucker für die Füllung
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Lebkuchengewürz oder in meinem Fall Spekulatisgewürz
Advent Advent ein Lichtlein brennt. Gerade in der Weihnachtszeit werden unzählige Kerzen gekauft und angezündet – sie machen die besinnliche Jahreszeit nochmal umso gemütlicher. Worüber die wenigsten aber Bescheid wissen: herkömmlichen Kerzen sind richtige Klimakiller und obendrein auch noch gesundheitsschädlich.
Etwa 90 Prozent der auf dem deutschen Markt erhältlichen Kerzen bestehen aus Paraffin. Dieser Stoff fällt bei der Schmieröldestillation aus Erdölen an. Zündet man eine solche Kerze an, können Schadstoffen an die Raumluft abgegeben. Unter anderem können das Blei oder Nickel sein. Wenn man Nickeldämpfe, Nickelsalze einatmet, dann entwickelt man schon bei sehr niedrigen Nickelkonzentrationen langfristig Lungenkrebs. Auch die Emissionen von Blei und Schwefeldioxid können gesundheitsschädlich sein. Entscheidend ist dabei die Menge der freigesetzten Substanzen. Derzeit gibt es noch keine EU-weite Richtlinie, die die Schadstoffabgabe einer Kerze begrenzt. Viele allergisierenden, erbgutschädigenden oder auch krebserregenden Stoffe gelangen zusätzlich über Farben, Lacke und Duftmittel in die Kerzen – darunter Schwermetalle, halogenorganische Verbindungen, polyzyklische Moschus-Verbindungen und Flammschutzmittel.
Die logische Schlussfolgerung: einfach Bio-Kerzen kaufen. Auf den ersten Blick eine vermeintlich saubere Alternative zum Erdöl, denn das in Biokerzen verwendete Stearin ist ein nachwachsender Rohstoff und somit biologisch abbaubar. Leider ist der Rohstoff meist aus Palmöl hergestellt. Palmöl ist mittlerweile zum wichtigsten Pflanzenöl der Welt geworden. Ein riesiges Problem, denn für Palmölplantagen werden riesige Flächen tropischen Regenwalds gerodet. Dazu könnt ihr Euch gerne unser Palmöl-Interview mit Susanne Danke von der BOS Deutschland anschauen. Abgesehen davon sind viele Kerzen Mischkerzen, das heißt, selbst bei Stearinkerzen kann Paraffin mit drin stecken, sogar bei billigen Bienenwachskerzen.
Alternative 1: Kerzen aus Sojawachs
Sie brennen bei niedrigeren Temperaturen und somit länger als Paraffinkerzen, außerdem ohne dabei Schadstoffe an die Raumluft abzugeben. Schaut Euch zum Beispiel mal bei Munio Candela um, die Kerzen gibt es unter anderem über artificial zu bestellen.
Alternative 2: Kerzen aus Rapswachs
Auch diese bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und sind biologisch abbaubar. Für kurze Transportwege verwendet der Hersteller ausschließlich Rapswachs aus europäischen Pflanzen: Stuwa.
Mit Susanne Danke von der BOS Deutschland konnten wir ein Interview zum Problem Palmöl führen – sie erklärt uns, warum Palmöl in Lebensmitteln, Kosmetika und Reinigungsmitteln ein Problem ist. Vielen Dank an dieser Stelle an BOS Deutschland, dass wir ihre Fotos in unserem Video verwenden dürfen. Manche sind zwar etwas hart, aber ich denke, ihr werdet das verkraften und möchtet auch nicht vor der Wahrheit verschont werden.
Der kleine süße Sura, der sich auf einem der Fotos so in den Arm der Pflegerin kuschelt, kam 2013 mit 3 abgehackten Fingern in die Station. Es wird vermutet, dass seine Mutter getötet wurde und sich das Baby so fest an seine Mutter klammerte, dass man die Finger mit einer Machete abschlug. Er war anfangs sehr verstört. Aber mittlerweile hat er sich gut im Waldkindergarten eingewöhnt. Nur ein Beispiel von vielen. Das die Waisenkinder ihre schweren Traumata halbwegs überwinden können, ist vor allem den Pflegerinnen (die Babysisters genannt werden) zu verdanken, die sich sehr liebevoll um die Kleinsten kümmern.
Zwar gibt es bald die Kennzeichnungspflicht für Palmöl bei Nahrungsmitteln, bei Kosmetika, Reinigungsmitteln oder gar Benzin muss es aber immer noch nicht angegeben werden. Unter diesen Links findet ihr eine Liste mit all den vielen Namen, die Palmöl haben kann:
BOS kämpft für den Schutz der Orang-Utans und den Erhalt des Regenwaldes. Nehmt Euch bitte einen Augenblick Zeit, Euch über das Problem Palmöl zu informieren. Die BOSler leisten wahnsinnige Arbeit! Ich weiß, es wird dem Verbraucher nicht leicht gemacht, auf Palmöl im Alltag zu verzichten. Ich versuche, mich palmölfrei zu ernähren und achte auch bei Seifen darauf, dass sie ohne Palmöl hergestellt wurden beziehungsweise auch bei Kerzen. Trotzdem bin ich immer wieder sprachlos, wenn ich diese lange Liste mit Namen des Palmöls sehe und worin es sich überall befindet. Im Video hat Susanne mit mir einen spannenden Test gemacht, den ich haushoch verloren habe – so wie wahrscheinlich fast jeder Verbraucher ihn beim täglichen Einkauf verliert. Also Augen auf bei Palmöl!