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Projekt nachhaltig leben

Nachgefragt! Das große Insektensterben

In meiner heutigen Buchvorstellung geht es um das Thema Insektensterben. Die Autoren Andreas H. Segerer und Eva Rosenkranz haben sich nach ihrer Buchpräsentation noch Zeit genommen, um mit mir über die Inhalte zu sprechen. Der Ratgeber ist für all diejenigen interessant, die sich gerne näher mit dem Insektensterben und seinen Ursachen, aber auch den Folgen auseinandersetzen möchten.

Warum behandele ich das Thema momentan auf ve lové? Weil das Artensterben auch bei uns angekommen ist. Wenn bislang in Afrika eine unbekannte Art verschwand, konnte man dazu vielleicht noch mit den Schultern zucken. Aber nun sterben Bienen, Schmetterlinge und Käfer vor unserer Haustür – und mit ihnen verschwinden Vögel, Frösche und vieles mehr. Und man kann es nicht mehr ignorieren, denn alleine an den Windschutzscheiben der Autos sieht man: es gibt weniger Insekten. Für mich waren die Abschnitte im Buch besonders interessant, die erläutern, was jeder einzelne tun kann, um den Insekten im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu helfen. Ganz gleich, wie groß ein Garten ist, kann er mit wenigen Veränderungen insektenfreundlich gestaltet werden:

  • Nahrungsquellen rund ums Jahr bieten
  • Wiesen, die (wenigstens zum Teil) mit einheimischen Wildblumen aufgewertet und nur zweimal gemäht werden
  • Mähen in Abschnitten, um nicht alle Insekten dabei zu töten oder alle Nahrungsquellen gleichzeitig zu beseitigen
  • Verzicht auf Mähroboter, Laubsauger und –bläser (Rasenroboter gefährden Igel, Amphibien und Insekten)
  • Kinderstuben und Schlafplätze: verschiedenartige Nistplätze für unterschiedliche Bedürfnisse der Insekten; Baumaterial für den Bau von Brutzellen, Winterverstecke, Wasserstellen
  • Winkel, die sich selbst überlassen bleiben, Laub und Pflanzenreste, verwelkte Pflanzen, die über den Winter stehen bleiben, Steinhaufen, Sandhaufen, Holz, Matsch an Stelle von Insektenhotels. Auch das Lassen gehört zu insektenfreundlichen Maßnahmen.
  • Nistplätze für Vögel und Fledermäuse
  • Verzicht auf Dünger, Insektizide, Herbizide
  • Weniger Lichtquellen in Gärten und rundum beleuchtete Häuser (künstliches Licht verwirrt zum Beispiel Glühwürmchen und Motten)

Was sich einfach liest, ist in deutschen Gärten jedoch zur Seltenheit geworden. Der superkurze und von jedem Löwenzahn und Gänseblümchen frei gehaltene Rasen, der neuerdings gerne vom Rasenroboter bewacht wird ist der normale Anblick, Unordnung in Form einer bunten Blumenwiese eine Seltenheit. Steingärten und Kirschlorbeere schmücken die Einfahrten, heimische Pflanzen ziehen oftmals den Kürzeren. Geranien und Petunien, beliebte und weit verbreitete Balkonpflanzen, liefern keine Pollen und auch keinen Nektar.

Der Garten muss nicht gleich zum Dschungel werden, in dem keine Ordnung mehr erkennbar ist. Und es muss auch nicht gleich alles umgebaut und neu gepflanzt werden. Aber jedes Jahr zwei drei Punkte in Richtung mehr Vielfalt ändern bringt eine Menge, so die Experten. Daher gibt es im Buch gleich mehrere Seiten mit Auflistungen von Pflanzen, die die verschiedenen Insekten mögen. Das ist eine große Hilfe, besonders da auch die Blühzeiträume angegeben sind. Insgesamt also ein Ratgeber, den ich immer wieder einmal zu Rate ziehen werde.

Das große Insektensterben

208 Seiten, oekom verlag München, 2018
ISBN-13: 978-3-96238-049-6

20 Euro, auch als E-Book erhältich

Nachgefragt! Insektensommer 2019

Der NABU ruft zum großen Insektenzählen auf. Es gibt zwei Aktionszeiträume, einmal vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August. Ich habe mit Daniela Franzisi, der Insektenbeauftragten des Naturschutzbundes, zum Insektensommer gesprochen. In diesem Video erklärt sie, wie das Zählen funktioniert, was der NABU mit den gesammelten Daten anfangen kann und welche Aktionen es noch rund um den Insektensommer gibt. Schaut einfach auf der Insektensommer-Seite vorbei, wenn ihr noch weitere Informationen wünscht oder Euch auch über die weitere Arbeit des NABU informieren wollt. An dieser Stelle verweise ich auch gerne noch einmal auf das Video Alte Handys für die Havel hin, eine weitere wichtige Aktion des Naturschutzbundes.

       

Lesetipp: Einfach Anziehend

Für die heutige Buchvorstellung konnte ich mich mit Autor Alf  über das Thema Wegwerfmode und öko-fairen Kleiderschrank unterhalten. Das Video ist ein wenig länger geworden, aber ich fand das Gespräch mit Alf sehr interessant und möchte es Euch daher in voller Länge präsentieren. Auch die Buchvorstellung in Berlin-Friedrichshain an sich wurde von der Länge her überzogen, was den vielen Gesprächsbeiträgen und Fragen der Besucher geschuldet war. Das Interesse an dem Thema ist also groß und der Ratgeber ein solides Werk für Einsteiger, aber auch ein Nachschlagewerk, das man als versierter “Öko-Konsument” immer wieder mal zu Rate ziehen kann und sicherlich auch wird.

Einfach Anziehend

Kirsten Brodde & Alf-Tobias Zahn

144 Seiten, oekom verlag München, 2018
ISBN-13: 978-3-96238-054-0

15 Euro, auch als E-Book erhältlich

Käse-Lauch-Suppe

Dieses Rezept ist sehr schnell umzusetzen – ideal für die Mittagspause oder wenn man keine Zeit oder Lust auf stundenlanges Kochen hat. Ihr benötigt:

  • 3-4 Stangen    Lauch
  • 750 ml               Gemüsebrühe
  • 500ml                Sojasahne
  • 200g                   Sojahack
  • 2 EL                     Sojasauce
  • 2 EL                     Senf
  • 1/2 TL                Paprikapulver, edelsüß
  • 2-3 Päckchen veganen Frischkäse (alternativ die Käsemischung aus Cashewnüssen herstellen)
  • 100 – 150 g      Champignons (wer möchte)
  • 1 – 2 EL               Hefeflocken (wer möchte)
  • veganen Scheibenkäse, würzig (wer möchte)

Drei Personen sollten von der Menge satt werden. Ich wünsche Euch guten Appetit!

Lebkucheneis

Viele sind im Weihnachtstress. Daher möchte ich in meinem letzten Video für dieses Jahr einen schnellen und leckeren Desserttipp geben, den ihr als Nachgang zum Weihnachtsmenü anbieten könnt, der Euch aber nicht viel Zeit kostet. Ihr braucht auch nur wenige Zutaten:

  • 300g     Lebkuchen
  • 120g     braunen Zucker
  • 1 TL       Lebkuchengewürz oder ein anderes Weihnachtsgewürz
  • 1 Prise Salz
  • 500ml  Sojacuisine

Dazu passt eine heiße Bratapfelsauce, heiße Kirschen, Schokoladenguss oder Nüsse. Oder ihr esst es einfach pur und stellt noch ein paar Lebkuchenherzen  auf den Tisch.

Ich wünsche Euch entspannte Weihnachten, einen guten Rutsch in ein gesundes 2019 und freue mich auf Euch im nächsten Jahr!

Vegan in Schweden

Mit diesem Video bin ich sehr spät dran.  Jetzt ist es schon wieder November und der Sommerurlaub im August liegt gefühlt schon wieder sehr lange zurück. Und seit dem ersten Tag unserer Rückkehr habe ich eigentlich non-stop gearbeitet. Jetzt ist das Video aber endlich fertig. Und auch wenn es im hohen Norden jetzt ein wenig anders aussehen sollte – ich war auch schon einmal im Winter in Dalarna und es war nicht weniger schön.

Folgende Nationalparks haben wir auf unserer Reise besucht: Tiveden, Hamra, Sonfjället, Fulufjället und Kosterhavet. In Norwegen haben wir den Gutulia Nasjonalpark besucht. Wanderempfehlungen und Unterkunftempfehlungen spreche ich gerne aus, schreibt mir einfach. Sehenswert ist auch der Götakanal, der Dalsland-Kanal und die Felsritzungen von Tanumshede.

   

          

Selbstversorgung klappt in Schweden gut, vegane Produkte gibt es in jedem Supermarkt. Unsere Kost hat natürlich nicht nur aus Fast Food-Ersatzprodukten bestanden, aber probieren wollten wir die Produkte natürlich trotzdem.

    

    

  

 

 

Ab und an sind wir auch essen gegangen – manchmal hatten wir echt Glück, aber im Großen und Ganzen sind die Schweden eine Fast Food-Nation.

   

  

   

Der McVegan und das BBQ-Sandwich von Max mit Pommes und veganer Mayonnaise sind für on the road zu empfehlen. Auch bei Burger King war ein veganer Burger möglich.

Wenn ihr Tipps für Wanderungen oder Unterkünfte benötigt, schreibt mir gerne. Unsere Lieblingsbleibe war die Alte Schule in Ljungås, dort wären wir gerne noch länger geblieben.

      

 

 

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