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Projekt nachhaltig leben

Nachgefragt! Refill Deutschland

Ich habe gelesen, dass wir Deutschen stündlich zwei Millionen Einweg-Plastikflaschen verbrauchen. Das macht pro Tag 48 Millionen. Das ist eine so große Menge, das kann ich mir gar nicht vorstellen und kaum glauben. Wohin damit? Das Meer ist voll davon. Stephanie Wiermann haben die Unmengen an Einwegflaschen, die mal eben am Kiosk oder Bahnhof gekauft werden, auch nicht geschmeckt. Sie hat Refill Deutschland in Hamburg ins Leben gerufen.

Heute möchte ich Euch diese tolle ehrenamtliche Initiative vorstellen, die sich dafür einsetzt, dass man seine mitgebrachten Flaschen kostenfrei mit Leitungswasser aufgefüllt bekommt. Unterwegs. Egal ob im Alltag oder beim Städtetrip. Teilnehmende Cafés, Restaurants, Apotheken uvm. kennzeichnen dies mit einem Sticker an ihrer Tür. Und werden in einer Übersichtsliste bei Refill Deutschland geführt. Ganz einfach.

Lena von Refill Berlin hat mir rund um Refill und Leitungswasser trinken Rede und Antwort gestanden. Refill Berlin geht auf den Verein A Tip: Tap zurück, der sich für den Konsum von Leitungswasser einsetzt. Vielen Dank Lena fürs frühe Aufstehen an einem verschneiten Morgen in Berlin!

     

 

Vegan im Bayerischen Wald

Während ich bei unserer Reise nach Breslau sehr positiv überrascht worden bin, hat mich unser Urlaub im Bayerischen Wald, zumindest was die veganen Essensmöglichkeiten anging, sehr enttäuscht. Natürlich waren wir nicht in der kompletten Region Bayerischer Wald unterwegs, aber an den Orten, an denen wir gewesen sind, hat sich die Essensfrage durchaus als problematisch gestaltet. Zum Glück hatten wir eine Ferienwohnung und konnten größtenteils auf Selbstversorgung zurückgreifen. Trotzdem habe ich, da wir meistens bei unseren Ausflügen in Deutschland bisher Glück gehabt haben, nicht wirklich damit gerechnet, in eine Region zu kommen, in der vegan noch nicht angekommen ist bzw. sogar teilweise recht skeptisch beäugt wird – gerade von den Gastronomen, aber auch von der Bevölkerung, die vegane Angebote nicht ausprobiert. Gerne wollte ich Euch das Restaurant Utaty in Bayerisch Eisenstein empfehlen – aber wir waren am vorletzten Abend dort, am nächsten Tag hat das Restaurant auf Grund mangelnder Gäste geschlossen. Daher habe ich auch kein Interview mit der Gastwirtin mehr bekommen und es tat weh, sich mit einer sehr guten und engagierten Gastwirtin zu unterhalten, die vor der Schließung ihres Restaurants steht. In Passau hätten wir gerne das Bio-Wirtshaus Zum Fliegerbauer ausprobiert, das leider geschlossen hatte.

Empfehlen kann ich die Schmugglerhütte in Bayerisch Eisenstein, die sich tatsächlich sehr viel Mühe gegeben haben, uns was veganes zu kochen. Auch im Schwellhäusl war es im Gegensatz zu anderen Berghütten kein Problem, eine vegane Kleinigkeit zu bekommen. Ein Butterbrot ohne Butter hat richtig gut geschmeckt dort.

Gut gegangen ist es uns auf der tschechischen Seite, in Cesky Krumlov. Böhmische Spezialitäten – das war ein kulinarisch interessanter Ausflug. Wir haben im U dwau Maryi gegessen, das Laibon hatte leider geschlossen. Auch sonst kann ich einen Tagesausflug in diese pittoreske Stadt nur empfehlen – die Innenstadt ist übrigens auch UNESCO-Weltkulturerbe. Krumau an der Moldau wird auch die “Perle des Böhmerwaldes” genannt.

Grundsätzlich ist es aber im Bayerischen Wald sehr schön. Die Wanderwege sind sehr gut ausgeschildert und im Winter gibt es auch spezielle Winterwanderwege. Lasst Euch also von meinem Bericht nicht abschrecken, nehmt Euch im Idealfall auch eine Ferienwohung, packt Euch genug zu Essen ein und los geht’s! In den größeren Städten gibt es dann auch Supermärkte, um die Verpflegung wieder aufzustocken. In den kleinen Ortschaften sollte man aber nicht damit rechnen, vegane Produkte zu bekommen.

 

Nachgefragt! Greenya – die grüne Suchmaschine

Für dieses Nachgefragt!-Interview habe ich mich mit Sonja von Greenya getroffen. greenya.de bietet dir immer die nachhaltige, umweltfreundliche Alternative auf Deine Online-Suche. Coole Idee, finde ich und daher wollte ich mir von Sonja persönlich zeigen lassen, wie es funktioniert und wie sie auf die Idee gekommen ist.

Nachgefragt! Spendenmarathon für Tiere

Alle Jahre wieder öffnen sich in der Weihnachtszeit die Herzen und auch die Portemonnaies. Aber man liest auch immer wieder von Skandalen, dass Spendengelder nicht dort ankommen, wo man sie eigentlich gerne hätte – bei den Bedürftigen. Auf facebook habe ich in den letzten Tagen mehrfach einen Post gesehen über eine Spendenaktion für hungrige Tiere in den eisig-kalten Wintermonaten. Neugierig geworden, bin ich auf die Seite von Tierschutz-Shop gegangen – was und wer steckt hinter diesem großen Spendenmarathon? Und kommt das Futter, dass für die Tiere gespendet wird, tatsächlich an? Oder steckt dahinter eine Masche, um Geld zu verdienen – immerhin ist dieser Tierschutz-Shop ein Versandhandel mit einem recht großen Team.

Beim längeren Durchstöbern der Webseite sind meine Bedenken aber schnell geschrumpft, denn das Konzept klingt plausibel und sie versprechen, dass ein Live-Zähler, ein Notar und die VETO – Vereinigung europäischer Tierschutzorganisationen jedem Spender Transparenz und Sicherheit garantieren. Außerdem soll man Fotos und Videos jeder Spendenankunft erhalten. Zum Konzept: Gründerin Hanna dachte sich: jeder Tierbesitzer braucht Futter für seine Fellnasen. Den Futtereinkauf macht man ohnehin regelmäßig. Warum nicht das Alltägliche mit einer automatischen Spende ans Tierheim verknüpfen? Im Internet fand sie keinen Shop, der das anbot. Sie kündigte ihren Job und gründete gemeinsam mit einem kleinen Team von Zwei- und Vierbeinern einen Online-Shop für Heimtierbedarf, bei dem von jeder Bestellsumme automatisch eine Prämie an ein Tierheim gezahlt wird – und das ganz ohne Aufpreis. Das war im Mai 2014.  Seitdem kann für den guten Zweck für das eigene Haustier nach Lust und Laune geshoppt werden. Gesundes Futter, Snacks, Spielzeug, Zubehör, Pflegeprodukte – insgesamt über 6.000 Produkte für Hunde, Katzen und Kleintiere.

Beim Spendenmarathon sieht es wie folgt aus: du kannst mit ein paar Klicks von Zuhause aus wählen, was und wie viel du spenden möchtest. Eine Tagesration Futter kannst du bereits für 98 Cent spenden, eine Monatsration für 50€. Tierschutz-Shop arbeitet mit über 500 geprüften Tierschutzvereinen zusammen, die in ganz Europa aktiv sind und startet das ganze Jahr über Spendenaktionen für Tiere in Not. Alle Vereine sind offiziell eingetragen und gemeinnützig. Deine Spende wird gesammelt auf einer Palette an das von dir gewünschte Tierheim gebracht – auch ins Ausland zu Tierheimen in Rumänien, Spanien, Ungarn, Bulgarien usw. Vor Ort wird die Spende nur an geprüfte Tierschützer übergeben.

Außerdem gibt es auf der Webseite Tipps, woran man erkennen kann, dass die Spende wirklich dort ankommt, wo sie ankommen soll. Kurz zusammen gefasst:

1. Spende nur an einen offiziell eingetragenen und gemeinnützigen Verein.

2. Am einfachsten ist es, wenn du statt Geld Sachspenden, wie Futter oder Zubehör spendest.

3. Lies Erfahrungsberichte und Bewertungen.

Mit dem ersten Spenden-Marathon für Tiere sammelt der Tierschutz-Shop gemeinsam mit Tierfreunden aus der ganzen Welt 30.000 Pakete mit Futter, damit kein Tier zu Weihnachten hungert. Land für Land durchqueren sie seit dem 16. November Europa, um auf das dortige Leid aufmerksam zu machen. In Deutschland, Polen, Spanien, Portugal und Italien waren sie schon. Ab dem 11. Dezember geht es dann weiter durch Rumänien, Griechenland, Bulgarien, Kroatien, Ungarn und der Slowakei.

Am Spenden-Marathon teilnehmen kannst  du ganz einfach von zuhause, indem du online ein Futterpaket packst. Pro Land gibt es eine Wunschliste, die genau das Futter und Zubehör enthält, das die Tiere dort gerade dringend benötigen. Stelle dein Paket für die Vierbeiner aus den Dingen zusammen, die du ihnen spenden möchtest. Am 22. Dezember wird um 18 Uhr der Live-Paketzähler angehalten.

Über den Spendenmarathon habe ich mich mit Ellen vom Tierschutzverein Oberhavel unterhalten. Nicht nur, um mich über die Seriosität vom Tierschutzshop zu vergewissern, sondern auch, um mehr darüber zu erfahren, was Tierheime generell an Spenden benötigen. Denn auch in Deutschland wirtschaften die Tierheime oft am Existenzminimum und benötigen dringend Futter- und Sachspenden. Außerdem warten im Tierheim Oberhavel viele Hunde und Katzen auf ein neues, liebevolles Zuhause.

Vegan in Breslau / Wroclaw

Vegan in Polen – das wird schwierig. Irrtum kann ich da nur sagen, denn in Breslau war das absolut kein Problem. Ganz im Gegenteil, direkt im Stadtzentrum gibt es das älteste vegane Restaurant der Stadt. Aber von Anfang…

Nach Breslau sind wir mit dem Kulturzug gefahren. Letztes Jahr war die Stadt Kulturhauptstadt Europas und daher fährt wochenends von Berlin-Lichtenberg, also direkt vor unserer Haustür, der Kulturzug der Deutschen Bahn ab. Ein günstiges Angebot aber auch wahnsinnig nett, denn im Zug gibt es eine Bibliothek, ein Quiz und unterschiedliche kulturelle Angebote. Auf unserer Tour gab es zum Beispiel eine Tarotkartensitzung zum Thema Staub. Zugfahren war noch nie so kurzweilig wie auf dieser Tour! Da das Angebot so gut angenommen wird, fährt der Kulturzug noch bis Ende 2018. Eine Strecke kostet 19 Euro.

 

Gewohnt haben wir auch recht günstig in einer Ferienwohnung direkt am Marktplatz. Zentraler geht es nicht und wir haben uns im Supermarkt fürs Frühstück eingedeckt.

 

Kochen mussten wir durch die vielen Essensmöglichkeiten nicht. Das Essen war günstig und unglaublich lecker. Für zwei Hauptgänge, Vorspeise und Getränke haben wir meistens nur 15 Euro bezahlt.

Unsere Favoriten:

Das Vega, direkt am Marktplatz und nur wenige Schritte von unserer Ferienwohnung entfernt. Ich hatte gelesen, dass das Essen fad schmecken würde und die Portionen klein wären. Letzteres mag bedingt zutreffen, aber fad hat es an keinem Tag geschmeckt. Aufgrund des Blogartikels, den ich vor unserer Abreise gelesen hatte, haben wir am ersten Tag im zweiten Stock gegessen, wo es internationale Küche gibt. Das war auch lecker, aber viel spannender fand ich das Erdgeschoss – denn dort gibt es polnische Küche veganisiert. Ich kann Euch nur sagen – esst die Piroggen nicht so wie wir am letzten Tag! Esst sie täglich, mehrmals! 😉

Dann waren wir in der Pizzeria Piec na Szewskiej. Eine Empfehlung des besagten Blogs und es war sehr lecker und es gab gute Portionen. Dort waren wir zwei Mal zum Essen.

Dann haben wir durch Zufall noch das Alladyn entdeckt, das Essen dort war auch sehr gut und die Portionen reichlich.

Was hat mir an der Stadt gefallen? Dass man zu Fuß überall hinlaufen kann und sich einfach durch diese wunderschöne Stadt treiben lässt. Die Zwerge, die einem überall in der Stadt begegnen. Oder aber das Denkmal zu Ehren der geschlachteten Tiere – so ein Denkmal habe ich bisher sonst noch nirgendwo gesehen. Breslau ist eine Studentenstadt und wirkt sehr jung und aufgeschlossen. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und kann die Stadt für einen Kurztrip sehr empfehlen.

Unsere Kleidung und Kinderarbeit

Heute kommt der vierte und letzte Teil der Interviewreihe zum Thema Kleidertauschen, Fast Fashion und Kleiderwandel. Ich bin froh, dass ich dieses Thema behandeln konnte, denn das stand schon sehr lange auf meiner Liste. Gunda ist  ehrenamtliche Mitarbeiterin bei UNICEF Berlin und hat mir in diesem Video viele Aspekte der Kinderarbeit aufgezeigt. Ich denke bei Kinderarbeit meistens an Kinder, die Kleider nähen müssen. Aber natürlich ist das Spektrum viel weiter und reicht von Arbeit in der Saatgutindustrie bis hin zum Schürfen in Goldminen. Außerdem erzählt Gunda mir von Kinderarbeit unter Flüchtlingskindern und inwiefern auch das Marketing der Unternehmen bzw. deren Werbung mehr auf Kinderrechte achten sollte.  Ganz hoffnungslos lässt auch Gunda uns zum Glück nicht zurück und berichtet von Positivbeispielen. Auf der Seite Aktiv gegen Kinderarbeit kann man zum Beispiel sehen, wo man kinderarbeitsfreie Schokolade beziehen kann. Und hier geht es zu einem Download zum Thema Kinderrechte in deutschen Unternehmensaktivitäten.

Hier sind noch zusätzliche Informationen zum Thema, mit denen Gunda mich versorgt hat:

Zurzeit sind weltweit etwa 152 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 17 Jahren Opfer von Kinderarbeit, davon sind sogar über zwei Drittel jünger als 15 Jahre und etwa die Hälfte arbeitet unter besonders gefährlichen oder ausbeuterischen Bedingungen. Die Zahl von 152 Millionen Kinderarbeitern ist erschreckend, konnte aber seit dem Jahre 2000 um mehr als ein Drittel reduziert werden. Gleichzeitig gibt es zurzeit aber wieder mehr Fälle von Kinderarbeit aufgrund der vielen Konflikte und Krisen, die mehr als 30 Millionen Kinder entwurzelt und zur Flucht zwingt. In den Flüchtlingslagern in Jordanien konnten auch Ehrenamtliche von UNICEF Berlin arbeitende Flüchtlingskinder in von UNICEF unterstützten Lernzentren kennenlernen.

UNICEF setzt sich weltweit gegen ausbeuterische Kinderarbeit ein; diese ist verboten, wenn es sich um Arbeit handelt, für die Kinder zu jung sind, weil sie entweder gefährlich, ausbeuterisch sind, oder die körperliche, seelische oder soziale Entwicklung schädigen. Ein Kind darf durch die Arbeit auch keinesfalls vom Schulbesuch abgehalten werden. Die UN-Kinderrechtskonvention, die von fast allen Ländern der Welt ratifiziert wurde, verbrieft den Kindern das Recht auf Bildung und den Schutz vor ausbeuterischer Arbeit. Weitere optionale Zusatzprotokolle erleichtern ein einheitliches, aber verstärktes Vorgehen gegen die schlimmsten Formen der Kinderausbeutung wie Kinderprostitution, Kinderhandel sowie Kindersoldaten.

In der Bekleidungsindustrie besteht einerseits ein großes Risiko für Kinderarbeit, andererseits führte der öffentliche Druck in der Vergangenheit bereits dazu, dass viele große Firmen die Kinderarbeit in eigenen oder zuliefernden Betrieben verboten haben und die Einhaltung von Verhaltenskodexen verlangen. Dieses auch durch Medien und Konsumenten ausgelöste Engagement ist wichtig, aber leider sind die Lieferketten oft zu lang oder komplex für effektive Maßnahmen. So tritt Kinderarbeit immer noch in den kleinen Zulieferbetrieben der Textilindustrie, aber auch auf den Baumwollfeldern und in der Saatgutindustrie auf. Die Familien sind oft sehr arm und hochverschuldet und es bleibt für sie oft keine andere Wahl als dass die Kinder für das Familieneinkommen sorgen; dies jedoch in oft langen Arbeitszeiten und durch gesundheitsgefährdende Tätigkeiten.

 

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